Hier sind die US-Streitkräfte stationiert: Karte der Militärstützpunkte der USA

In diesen Ländern haben die USA ihre Militärbasen.
Mircea Moira / shutterstock.comDie Vereinigten Staaten betreiben das mit Abstand größte Netz militärischer Stützpunkte weltweit. Während andere Länder selten über eigene Basen außerhalb ihrer Landesgrenzen verfügen, unterhält das US-Verteidigungsministerium – nach Schätzungen des Politikwissenschaftlers David Vine – rund 800 Militärstützpunkte in über 80 Ländern. Diese globale Präsenz ist historisch gewachsen und spiegelt die sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen und strategischen Interessen der USA wider.
Karte der US-Militärstützpunkte (Auswahl)
Offizielle Zahlen sind unvollständig
Laut der Plattform MilitaryINSTALLATIONS des US-Verteidigungsministeriums sind derzeit 185 Militärbasen auf US-amerikanischem Boden (inklusive Alaska und Hawaii) sowie 73 Basen außerhalb der USA öffentlich gelistet. Diese 258 Stützpunkte umfassen große Einrichtungen wie Ramstein Air Base in Deutschland, Camp Humphreys in Südkorea oder die Naval Station Norfolk in Virginia – sie bilden das Rückgrat der globalen Operationsfähigkeit der US-Streitkräfte.
Map by Kelly Martin / kmartindesign.com for David Vine, The United States of War: A Global History of America’s Endless Conflicts, from Columbus to the Islamic Starte (University of California Press, 2020)
Allerdings macht das Pentagon selbst deutlich: Die öffentlich zugängliche Liste ist unvollständig. Viele kleinere, temporäre oder sensible Standorte – etwa geheime Drohnenbasen, Kommandozentralen oder Logistikeinrichtungen in Krisenregionen – werden nicht öffentlich aufgeführt.
Wo die USA militärisch präsent sind
Die größten Konzentrationen amerikanischer Truppen und Basen befinden sich in:
Europa: Deutschland (über ein Dutzend Standorte, u.a. Ramstein, Spangdahlem, Stuttgart), Italien (Aviano, Sigonella) und das Vereinigte Königreich (mehrere RAF-Stützpunkte).
Asien: Japan (Kadena, Yokosuka, Okinawa), Südkorea (Osan, Camp Humphreys) sowie Guam als zentraler Stützpunkt im Pazifik.
Naher Osten: Bahrain (Fünfte Flotte), Katar (Al-Udeid), Kuwait, Irak und weitere temporäre Standorte.
Afrika: Djibouti (Camp Lemonnier) gilt als der wichtigste US-Stützpunkt auf dem Kontinent – weitere kleinere Einrichtungen existieren etwa in Niger, Somalia und Kenia.
Südamerika & Karibik: Guantánamo Bay auf Kuba ist die prominenteste Einrichtung; weitere Aktivitäten, etwa Drogenbekämpfung, erfolgen in Kooperation mit lokalen Behörden.
Warum so viele Basen?
Offiziell dienen die US-Basen der:
