Gürtelrose-Vorsorge
: Gürtelrose einen Schritt voraus sein

AnzeigeIm Herbst beginnt die Grippe- und Erkältungssaison. Doch nicht alle Erreger kommen von außen. Mehr als 95 Prozent der Erwachsenen in Deutschland tragen das Virus, das Gürtelrose auslösen kann, im Körper.
Von
NPG Digital
Stuttgart
Gürtelrose kann fast jeden Treffen.

Gürtelrose kann fast jeden treffen.

Simon Veith

Anders als die Grippe oder Erkältungen wird Gürtelrose nicht durch eine Ansteckung hervorgerufen: Wer einmal Windpocken hatte, trägt den Gürtelrose-Erreger bereits in sich. Verantwortlich dafür ist das Varizella-Zoster-Virus. Es verursacht meist in der Kindheit Windpocken und zieht sich nach überstandener Erkrankung in die Nervenzellen im Körper zurück. Dort bleibt es wie ein blinder Passagier ein Leben lang im Körper. Ist das Immunsystem geschwächt, kann das Virus wieder aktiv werden und zu einer schmerzhaften Gürtelrose führen.

Das Gürtelrose-Risiko steigt mit dem Alter

Das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu. Zwar können wir unsere Immunabwehr durch eine gesunde Lebensweise stärken, doch je älter wir werden, desto mehr nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ganz natürlich ab. „Diese Alterung des Immunsystems, die sogenannte Immunoseneszenz, ist ein ganz normaler Prozess. Man spürt das zwar nicht, aber es hat Konsequenzen. So steigt beispielsweise das Risiko für eine Gürtelrose-Erkrankung“, erklärt der Altersmediziner Dr. Jürgen Bludau. Der Großteil der Erkrankten ist über 50 Jahre alt. Außerdem erhöht sich das Risiko ganz grundsätzlich, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Starker körperlicher oder seelischer Stress kann die körpereigene Abwehr belasten. Das Gleiche gilt für Infektionen. Zusätzlich erhöhen Erkrankungen wie Diabetes, rheumatoide Arthritis, chronische Darmerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie immunsuppressive Medikamente das Risiko für einen Gürtelrose-Ausbruch.

Unsere Lebenserwartung steigt. Aber auch wenn wir das Älterwerden kaum spüren, baut das Immunsystem doch ab. Die Folge: Gesundheitsrisiken werden unterschätzt und Erkrankungen wie Gürtelrose wahrscheinlicher. Im Video erklärt Dr. Bludau, warum es wichtig ist, frühzeitig an Vorsorge zu denken, auch wenn man sich noch fit und gesund fühlt. Außerdem verrät er, wie ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis dabei helfen kann, gesund zu altern und länger gesund zu bleiben.

Gürtelrose betrifft das Nervensystem

Gürtelrose ist nicht nur eine Hauterkrankung, sondern vor allem eine schmerzhafte Nervenkrankheit, die häufig unterschätzt wird: Jeder Dritte macht die Erkrankung im Laufe seines Lebens durch und für bis zu 30 Prozent der Betroffenen ist sie mit Komplikationen wie lang anhaltenden Nervenschmerzen verbunden, wie etwa bei Carola, die sogar mehrfach an Gürtelrose erkrankte: „Ich hatte stechende, brennende Kopfschmerzen in niemals zuvor erlebter Intensität.“ In einigen Fällen halten die Schmerzen noch wochen-, monate- oder sogar jahrelang an. Diese sogenannte Post-Zoster-Neuralgie (PZN) beeinflusst die Lebensqualität und den Alltag erheblich.

  • „Meine dreimalige Gürtelrose Erkrankung hat mir die Unberechenbarkeit des Virus sehr bewusst gemacht.“

    „Meine dreimalige Gürtelrose-Erkrankung hat mir die Unberechenbarkeit des Virus sehr bewusst gemacht.“

    Dean Martindale
  • Dr. Jürgen Bludau rät: „Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, welche Vorsorgeuntersuchungen noch ausstehen – arbeiten Sie aktiv an Ihrer Gesundheit mit.“

    Dr. Jürgen Bludau rät: „Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, welche Vorsorgeuntersuchungen noch ausstehen – arbeiten Sie aktiv an Ihrer Gesundheit mit.“

    Ricardo Molina
  • Zusätzlich zu den Bläschen können Juckreiz, Schmerzen und eine starke Berührungsempfindlichkeit auftreten.

    Zusätzlich zu den Bläschen können Juckreiz, Schmerzen und eine starke Berührungsempfindlichkeit auftreten.

    Shutterstock/photohasan
  • Chronische Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, Asthma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können das Risiko für Gürtelrose erhöhen.

    Chronische Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, Asthma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können das Risiko für Gürtelrose erhöhen.

    AdobeStock/Dragana Gordic
  • Gürtelrose hat keine Saison: Daher sollte man mit seinem Arzt oder seiner Ärztin über Möglichkeiten zur Vorsorge sprechen.

    Gürtelrose hat keine Saison: Daher sollte man mit seinem Arzt oder seiner Ärztin über Möglichkeiten zur Vorsorge sprechen.

    Simon Veith
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Gürtelrose frühzeitig ärztlich abklären

Eine frühe Diagnose und ein rascher Behandlungsbeginn sind bei einer Gürtelrose sehr wichtig: Gerade zu Beginn sind die Symptome oft unspezifisch und werden leicht mit einer Erkältung verwechselt. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Fieber oder Schmerzen sowie Missempfindungen wie Brennen, Kribbeln oder Juckreiz können auftreten. Erst nach drei bis fünf Tagen wird der Hautausschlag sichtbar. Die eng beieinanderstehenden Bläschen auf rotem Grund zeigen sich meist streifen- beziehungsweise gürtelförmig auf einer Körperseite. In manchen Fällen bleibt der Hautausschlag auch ganz aus. Kommen einem Beschwerden ungewöhnlich vor, sollte man nicht abwarten, sondern direkt den Hausarzt oder die Hausärztin aufsuchen. Im Herbst sollte man nicht nur an Erkältungen oder Grippe denken, sondern sich in seiner hausärztlichen Praxis zu möglichen Vorsorgemaßnahmen beraten lassen. Um sich auf das Gespräch vorzubereiten, kann man diese Checkliste nutzen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren und Personen ab 18 Jahren mit erhöhtem Erkrankungsrisiko eine Impfung gegen Gürtelrose.

Mehr Informationen auf der Webseite von Gürtelrose-Wissen.

NP-DE-HZU-ADVR-260043; 10/2026 mit freundlicher Unterstützung von GSK.