Wasserversorgung: Darf man noch den Rasen wässern?

Dürfen wir noch den Garten wässern?
Nestor Bachmann/dpaOb der Rasensprenger noch eingeschaltet werden darf, hängt derzeit stark vom Wohnort ab. Wegen anhaltender Trockenheit, hoher Temperaturen und niedriger Wasserstände haben viele Städte und Landkreise ihre Regeln verschärft.
Mancherorts ist nur die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Seen oder Bächen verboten. In anderen Kommunen gelten zusätzlich Einschränkungen für Trinkwasser. Dann kann das Bewässern von Rasenflächen zeitweise oder vollständig untersagt sein. Auch Autowaschen und das Befüllen von Pools sind teilweise nicht mehr erlaubt.
Hohe Bußgelder möglich
Die Vorschriften unterscheiden sich deutlich. Einige Kommunen verbieten das Gießen nur während der heißen Tagesstunden, andere untersagen das Rasensprengen komplett. Bei Verstößen drohen je nach Region Bußgelder von mehreren Tausend bis zu 100.000 Euro.
Rasensprenger verbrauchen viel Wasser
Grund für die Maßnahmen ist der hohe Wasserverbrauch bei gleichzeitig geringen Niederschlägen. Ein Rasensprenger kann in einer Stunde rund 800 Liter Wasser verbrauchen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch eines Menschen liegt bei etwa 125 Litern.
Trockenheit betrifft auch die Flüsse
Auch Flüsse wie der Rhein führen derzeit wenig Wasser. Das erschwert die Schifffahrt und zeigt, dass die Trockenheit nicht nur private Gärten betrifft. Ein neues Niedrigwasserinformationssystem (kurz NIWIS) soll künftig zeigen, in welchen Regionen die Lage besonders angespannt ist.
Vorher lokale Vorgaben prüfen
Wer seinen Rasen bewässern möchte, sollte deshalb vorher die aktuellen Regeln der eigenen Stadt oder des Landkreises prüfen. Eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es nicht. Auch dort, wo das Sprengen noch erlaubt ist, gilt: möglichst sparsam bewässern und nicht in der größten Mittagshitze.
