Wettertrend
: Wann kommt die nächste Hitzewelle?

Nach einigen eher kühlen und wechselhaften Tagen steigen die Temperaturen zum Wochenende wieder an. Kommt erneut eine Hitzewelle?
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Die nächste Hitzewelle in Deutschland kündigt sich an.

Kündigt sich die nächste Hitzewelle in Deutschland an? - So entwickelt sich das Wetter bis Ende Juli.

Bartolomiej Pietrzyk / Shutterstock

Deutschland liegt derzeit zwischen einem Hoch über dem Ostatlantik und Tiefdruckgebieten über Skandinavien und Osteuropa. Dadurch strömt mäßig warme Meeresluft ins Land. Vor allem im Norden und Osten sorgt sie zunächst für wechselhaftes, teilweise windiges und vergleichsweise kühles Wetter.

Am Dienstag scheint in vielen Regionen längere Zeit die Sonne. Die Temperaturen erreichen meist 19 bis 24 Grad, im Südwesten örtlich bis zu 27 Grad. Deutlich kühler bleibt es an den Küsten. In der Nacht sinken die Werte verbreitet auf 11 bis 6 Grad.

Bereits am Mittwoch ziehen von Nordwesten wieder dichtere Wolken, Regen und einzelne Gewitter auf. Während es an der Nordsee teilweise nur rund 19 Grad warm wird, können am Oberrhein bis zu 29 Grad erreicht werden. Der Süden profitiert damit zeitweise von sonnigerem und wärmerem Wetter, während die Nordhälfte unter dem Einfluss feuchter und kühler Luft bleibt.

Bis Donnerstag keine große Hitze

Am Donnerstag setzt sich das wechselhafte Wetter fort. Zwischen Ostsee und Alpenrand sind Schauer und Gewitter möglich, örtlich können diese kräftig ausfallen. Die Höchsttemperaturen liegen meist zwischen 19 und 25 Grad. Am Oberrhein werden bis zu 27 Grad erwartet.

Von einer Hitzewelle kann damit zunächst nicht gesprochen werden. Besonders im Norden, Osten und in den Mittelgebirgen bleiben die Temperaturen für die Jahreszeit teilweise eher verhalten. In Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg liegen die Höchstwerte am Mittwoch und Donnerstag vielfach nur zwischen 17 und 22 Grad.

Auch in Bayern wird es zeitweise ungewöhnlich frisch. Für Donnerstag erwartet der Deutsche Wetterdienst in vielen Regionen lediglich 18 bis 23 Grad. In den höheren Lagen der Alpen können die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt liegen.

Südwesten erreicht am Wochenende 30 Grad

Spürbar wärmer wird es voraussichtlich ab Freitag. Im größten Teil Deutschlands erwartet der DWD freundliches und weitgehend trockenes Wetter. Die Temperaturen steigen auf 21 Grad an der Nordsee und bis zu 30 Grad im Breisgau.

Am Samstag setzt sich die Erwärmung fort. Im Norden bleibt es mit etwa 22 Grad weiterhin mäßig warm. In Baden-Württemberg und anderen Teilen des Südwestens können dagegen bis zu 31 Grad erreicht werden. In größeren Städten entlang des Rheins könnten die Temperaturen in der Nacht zum Sonntag zudem nicht unter 18 Grad sinken.

Damit deutet sich im Südwesten eine kurze heiße Phase an. Für eine deutschlandweite Hitzewelle reicht diese Entwicklung nach aktuellem Stand allerdings nicht. Die 30-Grad-Marke wird voraussichtlich nur regional und für kurze Zeit überschritten.

Gewitter beenden die kurze Wärmephase

Schon am Samstagabend steigt im Südwesten die Gefahr kräftiger Gewitter. Nach Angaben des DWD sind örtlich Starkregen, Hagel und stürmische Böen möglich. Eng begrenzt können auch unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen werden. Einzelne Gewitter sind zudem zwischen dem Emsland und Schleswig-Holstein möglich.

Am Sonntag breiten sich Schauer und Gewitter von Westen her weiter aus. Die Höchsttemperaturen erreichen dann nur noch 21 Grad in Nordfriesland und höchstens 28 Grad am Oberrhein. Besonders im Osten, Süden und äußersten Norden können kräftige Gewitter auftreten.

Auch der Montag bleibt wechselhaft. Bei einem Mix aus aufgelockerter und starker Bewölkung werden weitere Schauer und einzelne Gewitter erwartet. Die Temperaturen liegen zwischen 21 Grad an der Nordsee und 27 Grad in Südbaden.