Aus Göppingen stammende Fotografin Bundestag kauft Werk von Maks Dannecker

Dieses Foto war Vorlage für das jetzt vom Bundestag angekaufte, abstrahierte Nachbild „Neue Symbiosen“. ​ Foto: Maks Dannecker

Ein Werk der aus Göppingen stammenden Fotografin Maks Dannecker ist für die Bundestagssammlung angekauft worden. Es ist nicht das erste Bild der Künstlerin, das in namhaften Sammlungen auftaucht.

Ein zeitgenössisches Kunstwerk der in Göppingen aufgewachsenen Künstlerin Maks Dannecker wurde vor Kurzem als Ankauf des Jahres 2024 in die Artothek, die Kunstsammlung des Deutschen Bundestags, aufgenommen. Dannecker, Jahrgang 1976, ist gelernte Fotografin. Sie arbeitet konzeptuell und stellt international aus, offenbar mit großem Erfolg. Nach Angaben von Artfacts, der größten Kunstdatenbank, war sie im Jahr 2023 weltweit auf Rang 2 der am meisten ausgestellten lebenden „ultra contemporary Künstler“. „Werke von ihr werden in renommierten Museen und Kunstvereinen gezeigt und befinden sich in Sammlungen, wie zum Beispiel in der Salzburger Sammlung SpallArt“, betont Uwe Zimmermann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, der auf den Ankauf aufmerksam gemacht hat.​

 

In den Deutschen Bundestag kommt nun das Nachbild einer Fotografie von Maks Dannecker mit dem Titel „Neue Symbiosen“, das aus dem Vorbild einer Aufnahme von Kuppeln mit Biogas „aus dem ländlichen Raum im Kreis Göppingen“, wie es in der Beschreibung heißt, abstrahiert wurde. „Diese Aufnahme hatte schon zuvor Aufsehen erregt und wurde großflächig vom Museum der Photographie in Braunschweig gezeigt“, schreibt Zimmermann. Und weiter: „Maks Dannecker thematisiert mit erneuerbaren Energien ein hochaktuelles Thema und konnte damit den Kunstbeirat des Deutschen Bundestages unter Vorsitz von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas überzeugen.“ Der Kunsthistoriker Grischka Petri schreibt über Maks Danneckers Arbeiten: „Das Werk Maks Danneckers nimmt in der Verbindung von technischer Beherrschung, fotografischer Transformation und Expansion sowie seiner ästhetischen Strenge eine unabhängige und unverwechselbare Position ein.“ Danneckers Nachbilder basieren auf aktuellen Bildsituationen, sie zählen zur Konzeptuellen Kunst und arbeiten laut Uwe Zimmermann mit der Geometrischen Abstraktion.

Maks Danecker lebt in Salach und Berlin. Foto: privat

Im Landkreis Göppingen zeigte Maks Dannecker ihre Arbeiten zuletzt im Sommer 2021 in der Geislinger Galerie im Alten Bau – als eines von fünf Mitgliedern des Kunst- und Geschichtsvereins – sowie im Dezember des gleichen Jahres in einer Mitgliederausstellung des Kunstvereins Eislingen. Dort war die Künstlerin auch mit Fotoarbeiten in einer Doppelausstellung im Jahr 2017 zusammen mit dem Berliner Zeichner Daniel Ben-Hur ausgestellt.​

Das vom Deutschen Bundestag angekaufte Bild ist im Internet zu sehen unter: https://www.bundestag.de/besuche/kunst/artothek/ankaeufe2024/dannecker-1035468

37 Ausstellungen im Jahr 2023

Vita
 Maks Dannecker ist in Göppingen aufgewachsen und lebt in Salach und Berlin. Sie absolvierte ihre Ausbildung zur Fotografin an der Johannes-Gutenberg-Schule in Stuttgart. Laut Wikipedia ist sie Mitglied der Neuen Gruppe Haus der Kunst München, im Württembergischen Kunstverein Stuttgart und im Verein Berliner Künstler. Ihre Arbeit ist durch einen konzeptuellen Umgang mit fotografischen Themen bestimmt. Durch Einschleusen von Farbpartikeln, Formen und Flächen in ihre Arbeiten assoziiere sie Hintergrundgeschichten, heißt es bei Wikipedia. Teile ihres fotografischen Werks sind der Konkreten Kunst beziehungsweise der Konkreten Fotografie zuzurechnen.​

Erfolg
Nach Angaben von artfacts, der weltweit größten Kunstdatenbank, landet Maks Dannecker mit 37 realisierten Ausstellungen im Jahr 2023 global auf Platz 2 der am meisten ausgestellten lebenden „ultra contemporary Künstler“. Zahlreiche ihrer Werke befinden sich in internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen.​

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