Der beliebte schwäbische Haushaltswaren-Hersteller WMF schließt Filialen in ganz Deutschland – welche Rabatte jetzt locken.
Der traditionsreiche Haushaltswaren-Hersteller WMF, bekannt für hochwertige Küchenutensilien und Geschirr, stellt sein Filialnetz auf den Prüfstand. Das vor mehr als 170 Jahren in Geislingen im Landkreis Göppingen gegründete Unternehmen hat bereits mehrere Verkaufsstandorte stillgelegt, weitere Schließungen wurden angekündigt.
Seit 2025 läuft eine kontinuierliche Überprüfung des umfangreichen Filialnetzes, bei der Standorte nach Lage, Besucherfrequenz und Wirtschaftlichkeit bewertet werden. Angela Nelius, Vice President Retail DACH bei WMF, erklärte der „Rheinpfalz“ dazu: „Entscheidungen über einzelne Stores basieren stets auf strategischen Überlegungen. Schließungen erfolgen nur, wenn sie unumgänglich sind.“
Anstehende WMF-Filialschließungen
- Dresden (Sachsen) - April 2026 (Store in der Altmarkt-Galerie bleibt)
- Torgau, Outlet Hafenstraße - Juli 2026
- Freiberg (Sachsen) - August 2026
- Zwickau (Sachsen) - Ende August 2026
Bereits geschlossene WMF-Filialen
- Reutlingen - seit August 2025
- Heidenheim - seit 2025
- Heidelberg - seit 2025
- Tübingen - seit 2025
- Minden (NRW) - seit 2025
- Köln, Schildergasse - seit 2025
- Dortmund, Westenhellweg - seit Ende Dezember 2025
- Düren (NRW) - seit 2025
- Bochum - seit Februar 2026
- Neustadt (Rheinland-Pfalz) - seit 11. April 2026
Räumungsverkauf mit Rabatten in WMF-Filialen
In den betroffenen Filialen laufen derzeit Räumungsverkäufe mit unterschiedlich hohen Rabatten. In Zwickau etwa weisen rote Plakate mit dem Schriftzug „Wir schließen den Store“ auf Preisreduzierungen zwischen 5 und 15 Prozent je nach Einkaufsbetrag hin.
Trotz der Schließungen betont das Unternehmen, dass der stationäre Einzelhandel weiterhin ein zentraler Bestandteil der langfristigen Strategie bleibt: „Wir verstehen unsere Filialen als wichtige Geschäftszentren und Berührungspunkte mit unseren Kunden“, heißt es. Laut einer Mitteilung plant WMF für 2026 und darüber hinaus auch Neueröffnungen.
Massiver Stellenabbau bei WMF
Der französische Mutterkonzern SEB, zu dem neben WMF auch Marken wie Rowenta, Tefal, Moulinex und Krups gehören, hatte kürzlich einen größeren Stellenabbau angekündigt: 2100 Arbeitsplätze sollen in diesem und im nächsten Jahr gestrichen werden, davon 1400 in Europa. Die Werke in Hayingen, Riedlingen und Diez stehen vor dem Aus. Insgesamt beschäftigt SEB weltweit etwa 32.000 Menschen.
Für WMF-Kunden bedeutet dies, dass sie die Produkte zukünftig entweder in den verbleibenden Filialen, im Onlineshop oder bei Händlern, die das Sortiment führen, kaufen müssen.