In der Gerlinger Mitte hat der Obst-, Wein- und Gartenbauverein das Pop-up-Beet fit für den Frühling gemacht – zur Freude vieler Passanten.
Nicht einmal eine Stunde hat es gedauert, da war das große Pop-up-Beet in der Gerlinger Stadtmitte mit Frühjahrsblumen bepflanzt und österlich dekoriert. „In der Gemeinschaft kriegt man halt was hin“, kommentierte Joana Fauser vom Gerlinger Obst-, Wein- und Gartenbauverein (OWG) das wuselige Treiben ihrer Vereinskollegen.
Die Auswahl und den Einkauf der Blumen, mit denen das rund 30 Quadratmeter große Beet an der Ecke Haupt- und Querstraße geschmückt wurden, hatte die Frau von OWG-Chef und CDU-Stadtrat Thomas Fauser übernommen. Darunter Nelken, Glockenblumen, Gänseblümchen, Traubenhyazinthe sowie ungefüllte Rosen mit ihren für Bienen leicht zugänglichen Staubgefäßen. „Der Goldlack kann sogar über den Sommer bleiben“, erklärte Freizeitgärtnerin Joana Fauser.
Schon vorab hatten sich vor allem die Frauen im Verein darangemacht, die ergänzende Osterdekoration vorzubereiten: Osternester mit Eiern, eine ausgesägte Holzkarotte oder hölzerne Osterhasen verzieren nun zusätzlich zur Blumenpracht das Beet, bis im späten Frühling die Sommerbepflanzung ansteht.
Jeder, der Lust hat, darf helfen, das Gerlinger Beet zu bepflanzen
Fast zehn ehrenamtliche Helfer haben sich am Freitag am Pop-up-Beet, das seit vergangenem Jahr an dieser Stelle in der Gerlinger Mitte steht, zu schaffen gemacht. „Mitglieder mit und ohne eigenen Garten“, sagt Fauser. Jeder, der Lust dazu habe, dürfe mithelfen. „Am Ende kommt es darauf an, dass es Spaß macht.“ Zwar überlege sie sich vorab, wie die vielen Blumen im Beet angeordnet werden sollten, „am Ende ist es aber improvisiert“.
Das Pop-up-Beet, das von großen Holzstämmen eingefasst wird, ist seit vergangenem Jahr Teil eines kleinen temporären „Westentaschenparks“, den die Stadt zur Verschönerung der Gerlinger Mitte im Einmündungsbericht von Querstraße und Hauptstraße angelegt hat. Das große Blumenbeet, einige Bäume und Sträucher sowie eine kreisrunde Sitzbank bilden die kleine „Ruheoase“.
Wie Thomas Fauser erklärt, war Vorbild des jetzigen Beets ein Blumenbeet, das der OWG bereits 2023 auf dem Europaplatz zeitweise installiert hatte. Im Rahmen der jährlichen Austauschaktion „Blumen für die Freundschaft“ hatte dieses anschließend freiwillige Helfer aus der Gerlinger Partnerstadt Vesoul bepflanzt. Auch im neuen Pop-up-Park in der Querstraße hatten im vergangenen Jahr zum Auftakt die französischen Helfer mit Hand angelegt.
Bei der Einrichtung der kleinen Grünanlage 2025 hatte die Stadt erklärt, dass „der temporäre Westentaschenpark“ zu einem „Ruhe- und Verweilort für die Bürgerinnen und Bürger sowie zu einer Informationsstelle für das Sanierungsgebiet ‚Innenstadt‘ gestaltet werden soll“. Die brachliegende Freifläche werde übergangsweise genutzt, um bis zur Neugestaltung der Querstraße mehr Grün in die Innenstadt zu bringen. Langfristig sei die Überplanung der Fläche vorgesehen. „Daher wird der Westentaschenpark für eine begrenzte Zeit von einigen Jahren bis zur Umsetzung der ersten städtebaulichen Maßnahmen bestehen bleiben.“
Bis es so weit ist, sorgen Joana Fauser und die anderen ehrenamtlichen Helfer des Obst-, Wein- und Gartenbauvereins im saisonalen Wechsel dafür, dass das Blumenbeet zu jeder Jahreszeit ein Hingucker ist. Als das Beet vergangene Woche fertig bepflanzt war, haben sich prompt einige Passanten begeistert von der Blumenpracht und dem Osterschmuck gezeigt. Dabei ist der Höhepunkt des Farbenspiels noch gar nicht erreicht. Der dürfte erst zu erwarten sein, wenn die Temperaturen endlich ansteigen und die Frühjahrssonne den Rest der Gartenarbeit übernimmt.