IC-Pannen Richtung Zürich IC zwischen Stuttgart und Zürich: Extrazüge müssen Schweiz-Verkehr retten

Die Doppelstock IC des Herstellers Bombardier machen auf der Strecke nach Singen und Zürich weiterhin Probleme. Foto: dpa

IC-Züge der Deutschen Bahn zwischen Stuttgart und Zürich funktionieren nicht zuverlässig. Auf dem Schweizer Abschnitt gibt es nun Extrazüge für den Verspätungsfall.

Stadtentwicklung & Infrastruktur: Andreas Geldner (age)

Die Schweiz hat wieder einmal genug von der Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn. Diesmal ist es auf der Strecke von Stuttgart über Schaffhausen nach Zürich. Die deutschen IC verkehrten aktuell nicht genügend zuverlässig, heißt es in einer Pressemitteilung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).

 

Deutsche IC sind pannenanfällig

Störungen bei den IC 2-Doppelstock-Wendezügen, die erst seit wenigen Wochen den bisher zuverlässig verkehrenden Doppelstock-Triebwagen des Modells Kiss abgelöst haben, sind der Hauptfaktor. Die bisherigen Triebwagen aus Schweizer Produktion waren von der DB aus wirtschaftlichen Gründen nach Österreich verkauft worden.

Die Züge des Typs IC 2 des Herstellers Bombardier sind hingegen seit Jahren für ihre notorische technische Unzuverlässigkeit bekannt. Nachdem sie in Deutschland inzwischen halbwegs funktionieren, gibt es nun aber unter anderem Probleme bei dem in Singen notwendigen Umschalten auf die Schweizer Zugsicherung. Dazu kämen Baustellen und eine hohe Streckenauslastung, heißt es in der Mitteilung.

Die SBB und die DB hätten entschieden, vom 7. Juli 2025 an bedarfsweise Ersatzzüge zwischen Schaffhausen und Zürich einzusetzen. Diese kommen zum Einsatz, wenn die Züge aus Deutschland zu sehr verspätet sind. Damit soll verhindert werden, dass diese IC den zuverlässigen Schweizer Taktverkehr durcheinander bringen. Seit dem kleinen Fahrplanwechsel am 15. Juni kam es vor, dass in Zürich die Züge aus Deutschland an einzelnen Tagen insgesamt keinen einzigen geplanten Anschluss erreichten.

Die Ersatzzüge werden von der DB zur Verfügung gestellt und von Lokpersonal der DB und der SBB gefahren. „Parallel arbeiten die SBB und die DB mit Hochdruck daran, die Situation für alle Reisenden zu verbessern und die Qualität und Zuverlässigkeit der Verbindungen zu erhöhen“, heißt es in der Pressemitteilung.

In Basel geht es gar nicht mehr weiter

In Basel gehen die Schweizer seit zwei Jahren noch rigoroser vor. Nachdem eine zeitlang ebenfalls versucht wurde, die notorischen, aus Deutschland eingeschleppten Verspätungen durch Ersatzzüge zu kompensieren, haben die SBB die planmäßige Weiterfahrt von immer mehr deutschen ICE und Euro-City-Zügen an der Grenze grundsätzlich gestoppt. Von Deutschland kommende Passagiere müssen dort jetzt umsteigen.

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