Ein paar Firmen haben bereits zugesichert, dass sie die Entlastungsprämie an ihre Mitarbeiter ausbezahlen wollen.
Die von der Bundesregierung angekündigte Entlastungsprämie sorgt bereits kurz nach dem Beschluss für erste Reaktionen aus der Wirtschaft. Während viele Unternehmen zunächst abwarten dürften, haben einige Arbeitgeber bereits öffentlich angekündigt, ihren Beschäftigten einen Krisenbonus auszuzahlen.
Diese Unternehmen wollen zahlen
Am weitesten ist die Ankündigung bei Rossmann. Der Drogeriekonzern teilte am 13. April 2026 mit, die neue Entlastungsprämie nutzen zu wollen. Sobald die Entscheidung rechtskräftig ist, sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine steuer- und abgabenfreie Soforthilfe von 500 Euro erhalten. Verkaufshilfen sollen 250 Euro bekommen. Rossmann verweist dabei auch auf frühere Erfahrungen mit der Inflationsausgleichsprämie und spricht von einer gezielten Stärkung der Kaufkraft.
Flankiert werden soll die Zahlung bei Rossmann durch weitere Maßnahmen. So will das Unternehmen den Zuschuss zum Deutschlandticket als Jobticket sowie zur Gesundheitsförderung über Hansefit von bislang 25 auf 50 Prozent erhöhen. Das Unternehmen stellt den Krisenbonus damit in einen größeren Zusammenhang und versteht ihn als Teil eines umfassenderen Entlastungspakets für die Belegschaft.
Auch Edeka Seifert hat eine Zahlung für die Beschäftigen in den beiden Filialen der Seifert Lebensmittel GmbH in Kressbronn und Langenargen angekündigt. In einem öffentlichen Beitrag auf X schrieb das Unternehmen, man zahle einen Krisenbonus von 600 Euro an Vollzeitkräfte und Auszubildende. Teilzeitbeschäftigte sollen den Bonus anteilig erhalten, Aushilfen 150 Euro. Zugleich begründet das Unternehmen den Schritt mit den aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Gedanken des Zusammenhalts.
Eine weitere klare Zusage kommt von Unternehmer Carsten Maschmeyer. Er erklärte öffentlich, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Maschmeyer Group würden die 1.000 Euro Entlastungsprämie so schnell wie möglich erhalten. Zugleich übte er Kritik daran, dass der Staat die Entlastung zwar ankündige, die konkrete Zahlung aber den Arbeitgebern überlasse. Seine Aussage verweist auch auf ein Problem, das viele kleinere Firmen treffen dürfte: Nicht jedes Unternehmen wird sich eine solche Prämie leisten können.
Damit zeigt sich schon kurz nach der politischen Ankündigung ein gemischtes Bild. Einzelne Firmen gehen voran und machen konkrete Zusagen. Zugleich deutet vieles darauf hin, dass die neue Prämie nicht flächendeckend ausgezahlt werden wird. Denn ob Beschäftigte tatsächlich einen Krisenbonus erhalten, hängt am Ende nicht nur von der politischen Regelung ab, sondern vor allem von der Bereitschaft und wirtschaftlichen Lage der jeweiligen Arbeitgeber.