Das neue Elefantengehege in der Wilhelma soll weltweit einzigartig werden, jetzt gibt es Hoffnung, dass der Neubau realisiert werden kann: Für das Projekt ist nach Auskunft des Finanzministeriums eine Planungsrate von elf Millionen Euro eingestellt. Es werde angestrebt, diese im kommenden Doppelhaushalt 2025/26 von Grün-Schwarz anzupassen auf die Gesamtbaukosten von 68,6 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Landtagsanfrage des FDP-Abgeordneten Friedrich Haag hervorgeht. Dabei sollen auch die vom Förderverein der Wilhelma zugesagten Spenden von 15 Millionen berücksichtigt werden. Damit würde das Land den fehlenden Betrag von 53,6 Millionen Euro in den Haushaltsplan aufnehmen, wenn die Regierungsfraktionen das absegnen und der Landtag den Etat Ende 2024 verabschiedet. Bis die Finanzierung unter Dach und Fach ist, können jedoch noch Unwägbarkeiten auftreten.
FDP: Projekt duldet keinen Aufschub mehr
Der FDP-Politiker Haag erklärt, er freue sich, dass die Landesregierung das Geld für die Erneuerung des Elefanten-Geheges im kommenden Haushalt vorgesehen hat. „Dieses bedeutende Investitionsprojekt duldet keinen Aufschub mehr“, sagt er. Die Wilhelma sei ein Aushängeschild und Touristenmagnet mit einer Strahlkraft über Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Ebenso positiv äußern sich Abgeordnete aller im Landtag vertretenen Fraktionen. Der CDU-Abgeordneter Reinhard Löffler geht gerne mit seinen Enkelkindern in den zoologisch-botanischen Garten und unterstützt den Bau: „Es gibt nichts Entspannenderes und die Kinder lieben es.“ Die Wilhelma habe eine herausragende Stellung unter den Zoos in Deutschland und Europa.
SPD: Artgerechte Haltung und Aufbau einer Reservepopulation
Die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos, die zum Vorstand der Freunde und Förderer der Wilhelma gehört, setzt sich ebenfalls für den Bau ein, der überfällig sei: „Es geht um artgerechte Erhaltung für die Wilhelma und darum, eine Reservepopulation aufzubauen.“ Das wäre möglich, denn das neue Elefantenhaus hätte ein weltweites Alleinstellungsmerkmal: eine Innen- und Außenanlage und die Möglichkeit, Mutterherde und Zuchtbullen zu separieren.
Grüne: Wichtiges Projekt für Weiterentwicklung der Wilhelma
Die Grünen-Landtagsabgeordnete und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski sagt, dass die neue Elefantenanlage für die Weiterentwicklung der Wilhelma ein sehr wichtiges Projekt sei. Sie ermögliche wichtige Forschungs- und Artenschutzarbeit, eine zeitgemäße Form der Umweltbildung und sei ein „wichtiger Motor für den Tourismus in ganz Baden-Württemberg“. Auch sei sie notwendig bezüglich des modernen Energie- und Nahwärmekonzepts an der Pragstraße. Der tierpolitische Sprecher der AfD, Ruben Rupp, erklärt, dass der Ausbau schon aus Gründen des Tierschutzes ein notwendiger Schritt sei, den er ausdrücklich befürworte.