Seit dieser Woche kann man in Stuttgart seine Parkgebühr nicht nur am Automaten, sondern auch per App übers Smartphone bezahlen. Die Stadt kooperiert dazu mit Smartparking, einer Initiative, bei der sich unterschiedliche Anbieter zusammengeschlossen haben, um Kommunen den Einstieg in das System zu erleichtern.
Sechs Anbieter zur Auswahl
In Stuttgart gehen jetzt alle dort vertretenen sechs Anbieter an den Start. In alphabetischer Reihenfolge sind dies die Unternehmen:
Welche App man benutzt, kann man je nach Funktionalität und Preismodell auswählen. So verlangen Anbieter für den zusätzlichen Komfort etwa Zuschläge zur eigentlichen Parkgebühr.
Wenn man parken will, registriert man sich mit seinem Kennzeichen, das dann einem zentralen Onlinesystem übermittelt wird. Die Parkdauer kann man dann flexibel beenden oder verlängern. So kann man sowohl Überzahlungen als auch Verwarnungen wegen abgelaufener Parkzeiten vermeiden. Die Verkehrsüberwachung schaut laut Kennzeichen, ob für das parkende Fahrzeug bezahlt wurde.
Auf den Parkscheinautomaten stehen die Informationen der verschiedenen Dienstleister und ihre Anleitungen. Bei Problemen oder Buchungsstörungen ist nicht die Stadt, sondern der jeweilige Anbieter zuständig.
Stuttgart ist eher ein Nachzügler
Vor Stuttgart haben sich bereits 340 Kommunen für dieses System entschieden. Rund um die Landeshauptstadt sind Esslingen, Sindelfingen und Böblingen bereits bei Smartparking vertreten. Zeitgleich mit Stuttgart ging beispielsweise jetzt auch die Kleinstadt Stockach in der Bodenseeregion an den Start.
Vorstand von Smartparking ist übrigens der ehemalige Hamburger CDU-Bürgermeister Ole von Beust. Die Initiative ermögliche es den Städten, Handyparken sehr schnell einzuführen, sagt er angesichts der Einführung des Systems in Stuttgart: „Das geht ohne aufwendige Ausschreibung.“