Lange haben sich die Gastronomen geziert, aber nun setzt sich die Gebühr für kurzfristige Absagen durch. In der Speisemeisterei schlägt ein No Show mit 150 Euro zu Buche, auch andere Sternerestaurants stellen fürs Nichterscheinen eine Rechnung aus.

Böblingen: Kathrin Haasis (kat)

Die Zustimmung im Internet ist groß: „Bei der Qualität und den Produkten 100 Prozent nachvollziehbar“, schreibt ein Gast, „richtig so!“ viele andere. Aber einige haben sich auch beschwert, nur eben nicht öffentlich auf Instagram. Denn sie wurden zur Kasse gebeten, weil sie ihre Reservierung in der Speisemeisterei platzen ließen oder weniger als 24 Stunden vorher abgesagt hatten. Dafür fallen in dem Stuttgarter Zwei-Sterne-Restaurant 150 Euro pro Person an. Deshalb postete die stellvertretende Restaurantleiterin Julia Wörishofer noch einmal die Gründe dafür. „No-Shows oder sehr kurzfristige Stornierungen bedeuten für uns einen großen wirtschaftlichen Schaden“, sagt sie. Auch andere Gourmetlokale führten die Regel längst ein. Andreas Hettinger vom Délice telefoniert lieber jeden Tag seine Gästeliste ab. Vorkasse fürs Menü wäre seiner Meinung nach die beste Lösung für das Problem.