Staatssekretär im Ministerium für Verteidigung So will Nils Schmid Boris Pistorius unterstützen

Neuer Staatssekretär von Boris Pistorius: Nils Schmid. Foto: Ines Rudel

Die Außenpolitik ist seine Leidenschaft: Nun kann Nils Schmid (SPD) diese Leidenschaft noch intensiver ausleben. Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Nürtingen wird Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Reporterin: Simone Weiß (swe)

Boris Pistorius bleibt auch in der neuen schwarz-roten Bundesregierung Verteidigungsminister. Das ist keine Überraschung. Für eine Überraschung aber sorgte eine andere sozialdemokratische Personalie: Die SPD-Bundestagsabgeordnete Nils Schmid wurde zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Verteidigung ernannt.

 

Der 51-jährige Jurist wurde im Wahlkreis Nürtingen gewählt. Da der Wahlkreis Esslingen nach dem schlechten Abschneiden der Sozialdemokraten bei der letzten Wahl aber über keinen SPD-Bundestagsabgeordneten verfügt, ist Schmid auch dort Ansprechpartner für Angelegenheiten der Bundespolitik.

Erfahrungen in der Außenpolitik

Erfahrungen für das Amt des Staatssekretärs im Verteidigungsministerium bringt er mit: Schmid war seit 2018 außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und seit 2019 Mitglied und seit 2020 Vorstandsmitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung. Der verheiratete Vater zweier Kinder war auch in der Landespolitik aktiv gewesen. Von 2011 bis 2016 war er stellvertretender Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und Minister für Finanzen und Wirtschaft in Stuttgart. Die Expertise aus diesem Ministeramt wolle er in seine neue Funktion als Staatssekretär miteinbringen, teilt der 1973 Geborene mit.

Nils Schmid fühlt sich im Verteidigungsministerium nach eigenen Angaben gut ausgehoben: „In keinem anderen Ressort zieht die Zeitenwende so gravierende Auswirkungen nach sich wie im Bereich der Verteidigung“. Die Herausforderungen seien enorm: Von der schnellen und nachhaltigen Ertüchtigung der Bundeswehr über die gemeinsame europäische Rüstungspolitik bis hin zur Zusammenarbeit bei internationalen Engagements stehe vieles auf der Agenda.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der promovierte Jurist in seinem Einsatz für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr: „Ich habe größten Respekt vor den Männern und Frauen, die bereit sind, im Ernstfall ihr Leben für uns alle und unser Land einzusetzen“. Sie hätten nicht nur unsere Anerkennung verdient. Politik müsse ihre Hausaufgaben machen und ihnen den Rücken stärken: „Darin will ich Minister Pistorius künftig tatkräftig unterstützen.“ Schmids Fazit: „Ich freue mich sehr, dass ich in dieser herausfordernden Zeit große Verantwortung übernehmen darf.“

Weitere Themen