Erfahren Sie hier, in welchen deutschen Städten am Mittwoch der Nahverkehr bestreikt wird und mit welchen Einschränkungen zu rechnen ist.

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)

Pendler in mehreren großen Städten müssen sich am Mittwoch, 11. Februar 2026, erneut auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen zu Warnstreiks im kommunalen ÖPNV auf. Diese Städte sind vom Streik betroffen. → Lesen Sie auch: Hier drohen die nächsten Streiks im ÖPNV

 

Bayern besonders betroffen

In Bayern trifft die zweite Streikwelle vor allem die großen Städte. In München ist nach Angaben von Verdi die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) betroffen. Für den gesamten Mittwoch wird mit weitreichenden Ausfällen bei U-Bahn, Tram und Bussen gerechnet. Die Verkehrsbetriebe könnten Notfahrpläne aufstellen, dennoch ist mit erheblichen Störungen zu rechnen.

Auch in Nürnberg müssen Fahrgäste mit einem nahezu vollständigen Stillstand rechnen. Nach Angaben der Gewerkschaft sollen bei der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) U-Bahnen, Straßenbahnen und große Teile des Busverkehrs ausfallen.

In Bayreuth sind bereits am Dienstag und Mittwoch Warnstreiks geplant. Auch hier dürfte der Nahverkehr laut Verdi weitgehend lahmgelegt werden.

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Warnstreik in Hamburg

Neben Bayern ist auch Hamburg besonders stark betroffen. Verdi hat nach Angaben des Unternehmens vhh.mobility (Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH) einen Warnstreik angekündigt, der am Mittwoch um 3 Uhr beginnt und bis Donnerstag, 3 Uhr, dauern soll.

Bestreikt werden sollen laut Verdi die Betriebshöfe Volkspark, Schenefeld, Quickborn, Elmshorn und Norderstedt. Fahrgäste müssen auf zahlreichen Buslinien mit Ausfällen rechnen, darunter unter anderem die Linien X3, X21, 1, 2, 3, 15, 21, 22 sowie viele weitere.

Nicht betroffen sind laut vhh.mobility der Stadtverkehr Ahrensburg und Bargteheide, der von der Tochtergesellschaft ABG betrieben wird. Auch der On-Demand-Service hvv hop soll regulär fahren.

Weitere Streiks möglich

Außerdem ist nicht ausgeschlossen, dass Verdi in den kommenden Tagen weitere Warnstreiks ankündigt. Die Gewerkschaft hat bereits deutlich gemacht, dass sie den Druck in der Tarifrunde bei Bedarf weiter erhöhen will. Welche Städte als nächstes betroffen sein könnten, ist derzeit offen. Die genannten Beispiele zeigen die aktuell bekannten Schwerpunkte – die Auflistung erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da kurzfristige Änderungen und weitere Streikaufrufe möglich sind. In Kürze könnten auch wieder Streiks bei der Deutschen Bahn drohen. Alle Informationen dazu, ab wann neue Ausfälle möglich sind, gibt es hier in diesem Artikel.