Trainer des VfB Stuttgart Das starke Signal mit Sebastian Hoeneß

Der Cheftrainer Sebastian Hoeneß blickt in die Zukunft – und will sie weiter mit dem VfB Stuttgart angehen. Foto: Baumann/Julia Rahn

Der Bundesligist überrascht die Öffentlichkeit mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung des Cheftrainers. Doch der 42-Jährige fühlt sich zurecht am richtigen Ort, kommentiert unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Alexander Wehrle mag diese Auftritte, der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart liebt sie vielleicht sogar. Wenn er auf großer Bühne zum Paukenschlag ausholen kann, der dann knallt und hallt. Auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten inszenierte Wehrle die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Sebastian Hoeneß – bis 2028 ohne Ausstiegsklausel. Der Trainer verkündete sie selbst per Video.

 

Überraschend im Zeitpunkt kommt diese Nachricht für die Öffentlichkeit, aber sie ist eine wichtige und richtige. Die Stuttgarter wollen auf der Position des Cheftrainers Kontinuität, um die jüngsten Erfolge nachhaltig zu gestalten. Und in Hoeneß haben sie denjenigen gefunden, der dem Team eine neue fußballerische Identität vermittelt hat und der selbst ehrgeizig genug ist, sich großen Herausforderungen zu stellen.

Der VfB strebt mit Hoeneß an, sich im oberen Tabellenbereich zu etablieren und dauerhaft wieder international zu spielen. Im Moment ist dieses Ziel aufgrund einer Ergebniskrise noch ein Stück weit entfernt, aber der Coach bekennt sich in dieser heiklen Saisonphase zum Club. Der 42-Jährige will Mannschaft und Spieler entwickeln – obwohl er auch bei anderen Vereinen gefragt ist. Er fühlt sich nach zwei Jahren weiter am richtigen Ort. Denn Hoeneß sieht das weiß-rote Potenzial. Mit seiner erneuten Unterschrift unter einem Arbeitspapier, das ihm sicher mehr Geld bringt, gibt er dem VfB eine verheißungsvolle Perspektive. Die Zukunft des wichtigsten Angestellten ist damit erst einmal geklärt. Es herrscht Planungssicherheit. Jetzt gilt es, in der Gegenwart die nötigen Punkte zu holen, um Hoeneß’ sportlichen Ambitionen mit der Mannschaft gerecht zu werden.

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