Ferienbeginn in Baden-Württemberg
: An diesem Tag wird der Fernpass wieder gesperrt

Beim letzten Mal, als der Fernpass dicht war, ging es gut – doch jetzt ist Ferienstart in Baden-Württemberg und Bayern. Das müssen Urlauber, die in Richtung Tirol fahren, beachten.
Von
Michael Bosch
Stuttgart/Füssen
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Der Fernpass wird wieder wegen einer Demo gesperrt.

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  • Fernpass wird am Samstag, 1. August, wegen einer Demo zwischen 9.45 und 12 Uhr gesperrt.
  • Betroffen ist die B179 zwischen Reutte/Katzenberg und Nassereith/Rastland – Ausweichverkehr droht.
  • Hahntennjoch wird geschlossen, auf L69 und L288 gelten Fahrverbote während der Demonstration.
  • ADAC erwartet wegen Ferienstart in Baden-Württemberg und Bayern einen staureichen Tag.
  • Empfehlung: Route weiträumig umfahren oder vor bzw. nach der Sperrung starten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit Baden-Württemberg und Bayern starten die letzten beiden Bundesländer in die Sommerferien. An diesem Wochenende dürfte deshalb auch eine große Reisewelle in Richtung Süden rollen. Ausgerechnet am Samstag, 1. August, ist aber eine wichtige Route gesperrt: Der Fernpass bleibt dicht. Die wichtigsten Infos für Urlauber aus dem Südwesten:

Warum wird der Fernpass gesperrt?

Anrainer und Umweltinitiativen protestieren am 1. August gegen die immensen Verkehrsbelastungen am Fernpass. Die Route ist eine der wichtigsten Durchgangsstrecken für Reisende von Deutschland nach Italien.

Wer über die A7 und den Grenztunnel Füssen nach Tirol Italien weiterfährt, nutzt in der Regel den Fernpass. An Spitzentagen sind das bis zu 30.000 Fahrzeuge. Die Demo richtet sich auch gegen Ausbaupläne der Landesregierung, mit denen der Verkehr besser fließen soll.

Wann wird der Fernpass gesperrt?

Die Strecke wird nur an einem Tag und auch nur für einige Stunden gesperrt. Die Fernpassstraße (B179) ist am Samstag, 1. August, zwischen 9.45 Uhr und 12 Uhr dicht. Die Sperrung betrifft die Streckenabschnitte Reutte/Katzenberg und Nassereith/Rastland.

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Gibt es weitere Sperrungen?

Ja, um Ausweichverkehr zu vermeiden, wird auch das Hahntennjoch (L 246) geschlossen. Die Strecke gilt als Schleichweg rund um den Brenner. Zudem gelten Fahrverbote für die Zeit der Demonstration auf der L69 und der L288.

Erneute Sperre der Fernpassroute

Schon Ende Juni hatten Anwohner gegen die Verkehrsmassen, die täglich über den Pass rollen, demonstriert.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Droht ein Stauchaos am Fernpass?

Bei der vergangenen Sperrung am 27. Juni, die ebenfalls wegen einer Demo nötig war, blieb das befürchtete Chaos aus. „Das könnte durch den sehr starken Reiseverkehr nun aber anders aussehen“, sagt Julian Häußler vom ADAC Württemberg.

Nach Einschätzung des Automobilclubs könnte der kommende Samstag „einer der staureichsten Tage des Jahres werden“. Nach Baden-Württemberg am Donnerstag (30. Juli) startet nämlich auch Bayern als letztes Bundesland in die Sommerferien. „Die Sperrung der Fernpass-Route könnte die Verkehrssituation daher gerade in Tirol noch weiter verschärfen“, so Häußler.

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West rät an dem Tag „von nicht unbedingt erforderlichen Fahrten in Richtung Tirol“ ab. Bereits im Vorfeld der Sperrung sei mit „erheblichen Rückstaus zu rechnen“, die auch schon Strecken in Deutschland betreffen könnten.

Allerdings lobt die Polizei auch das Verhalten der Autofahrer bei den vergangenen Sperrungen in den Alpen. Sowohl am Fernpass als auch am Brenner, der Ende Mai gesperrt war, blieben lange Staus aus. Auch dieses Mal sollten Autofahrer entweder deutlich vor der Sperrung oder danach aufbrechen, raten ADAC und Tiroler Landesregierung.

Welche Alternativrouten bieten sich für Urlauber aus BW an?

Wer dennoch unbedingt am Samstag über die Alpen will, sollte den Fernpass „im Idealfall weiträumig umfahren“, sagt Häußler. „Wer in seiner Planung noch flexibel ist, sollte nach Möglichkeit das erste Ferienwochenende komplett meiden.“ Ansonsten gibt der ADAC folgende Ausweichrouten als Empfehlung für die Fahrt über die A7 (Ulm – Füssen/Reutte):

  • Ab dem Kreuz Memmingen über Lindau (A96) und die österreichische Rheintalautobahn (A14) zur Arlbergschnellstraße S16
  • Ab dem Kreuz Ulm über München (A8, A99) zum Inntaldreieck (A8/A93) bei Rosenheim und von dort über Kiefersfelden zur Inntalautobahn A12