Vor Friedrichshafen: Tornado bildet sich auf dem Bodensee

Der Tornado zog dann in Richtung Lindau ab.
Niklas Büchele/dpa- Vor Friedrichshafen bildete sich am Mittag eine Wasserhose auf dem Bodensee.
- Laut DWD war sie etwa 15 Minuten sichtbar und zog in Richtung Lindau ab.
- Geschätzte Windgeschwindigkeiten: 100 bis 150 km/h – Schäden blieben aus, da nur über Wasser.
- Es gab keine Notfälle auf dem See, die Gewitterzelle löste sich wieder auf.
- DWD warnt: Am Nachmittag könnten in Oberschwaben und Allgäu weitere Tornados auftreten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Tornado hat sich laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) auf dem Bodensee vor Friedrichshafen gebildet. Die Wasserhose sei ungefähr 15 Minuten zu sehen gewesen und nach Lindau in Bayern abgezogen, sagte DWD-Meteorologe Kai-Uwe Nerding. Zu Höhe und Durchmesser könne er keine Angaben machen. Die Windgeschwindigkeiten in dem Tornado seien schwer zu schätzen, aber er gehe von 100 bis 150 Kilometern pro Stunde aus.
Da der Tornado sich nur über dem Wasser bildete, gebe es keine Zerstörungen. Laut Wasserschutzpolizei kam es zu keinerlei Notfällen auf dem Wasser. Allerdings warnte Nerding vor weiteren Tornados am Nachmittag in der Region.
Immer wieder Tornados auf dem Bodensee
Laut Nerding kommt es immer wieder zu solchen Tornados auf dem Bodensee. Besonders sei, dass der Tornado so gut vom Ufer zu sehen gewesen sei - so auch von Wasserburg aus. Die Gewitterzelle, die für den Tornado gesorgt habe, habe sich schon wieder aufgelöst.

Am Mittwochmittag hat sich ein Tornado auf dem Bodensee vor Friedrichshafen gebildet.
Kraus/swd-medien/dpaSolche Tornados könnten nun auch aufgrund der allgemeinen Wetterlage in der Folge in den Regionen Oberschwaben und Allgäu auftreten. Auch dort kämen solche Tornados einige Male im Jahr vor. Bei einer entsprechenden Stärke wie jetzt auf dem Bodensee könnten dann etwa Bäume umgeknickt werden und Dächer abgedeckt, sagte Nerding.
„In der Atmosphäre haben wir in den untersten Niveaus Rotation, und diese Rotation hat jetzt im Zusammenhang mit der Gewitterzelle, wo es dann eben auch Aufwinde gibt, dafür gesorgt, dass wir die Bildung von einem Tornado hatten“, erklärte der Meteorologe.
