Bahnverkehr im Kreis Böblingen
: „Keine Kappung ohne Alternative“ – Rathauschefs üben Schulterschluss bei Gäubahn

Gegen eine vorzeitige Kappung der Gäubahn wenden sich Rathauschefs der betroffenen Städte in einer gemeinsamen Erklärung – darunter auch die OBs von Böblingen und Herrenberg.
Von
Wolfgang Berger
Stuttgart
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Die Gäubahn ist ein wichtige Verkehrsachse in Baden-Württemberg.

Christian Johner/dpa

Angesichts der erneuten Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 fordern die Oberbürgermeister der Städte entlang der Gäubahn, dass diese mindestens bis zur tatsächlichen Eröffnung des Tiefbahnhofs weiterhin direkt an den Stuttgarter Kopfbahnhof angebunden bleibt.

Eine vorzeitige Kappung der bestehenden Verbindung ist aus Sicht der Kommunen nicht akzeptabel, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die auch die Oberbürgermeister von Böblingen und Herrenberg, Stefan Belz und Nico Reith, unterzeichnet haben. Die Fahrgäste entlang der Gäubahn seien bereits heute erheblich belastet. Ein zusätzlicher Umstieg würde die Situation weiter verschärfen und das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Bahnverkehrs weiter untergraben.

Fahrgäste seit Jahren belastet

„Die Menschen entlang der Gäubahn sind seit Jahren gebeutelt – durch Baustellen, Unterbrechungen und immer neue Verzögerungen. Solange der Tiefbahnhof nicht in Betrieb ist, muss zumindest der umsteigefreie Anschluss an den Stuttgarter Kopfbahnhof erhalten bleiben. Alles andere wäre eine zusätzliche Zumutung für Pendlerinnen und Pendler sowie für unsere Wirtschaftsregion.“

Die Gäubahn ist eine zentrale Verkehrsachse für Baden-Württemberg. Sie sichere Mobilität, wirtschaftliche Verflechtungen und Teilhabe, heißt es in der Erklärung. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten beim Volksentscheid zu Stuttgart 21 auf ein verbessertes Bahnangebot gesetzt. Umso wichtiger sei es jetzt, während der Übergangsphase praktikable und verlässliche Lösungen zu gewährleisten.

Für ein klare Prioritätensetzung

Die Oberbürgermeister erwarten daher eine klare, verbindliche Zusage, dass der direkte Anschluss an den Kopfbahnhof bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs aufrechterhalten wird. Verlässlichkeit und Zumutbarkeit für die Bahnkundinnen und Bahnkunden müssten oberste Priorität haben.

StZ Kreis Böblingen
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