Leonberg: Verdienstkreuz für Heidi Fritz

Der Leonbergerin Heidi Fritz wurde das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Stadtverwaltung LeonbergHeidi Fritz hat in ihrem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement schon häufiger Ehrungen und Auszeichnungen entgegennehmen können. So bekam sie etwa die bronzene Brenz-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen der Landeskirchen in Württemberg. Die Leonbergerin war mehr als zwölf Jahre in der Landessynode aktiv und langjährige Sprecherin des landeskirchlichen Arbeitskreises Ehrenamt. Auch das Kronenkreuz der Diakonie in Gold erhielt sie für ihren Einsatz als zweite Vorsitzende des Vereins „Evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik“, der Trägerverein von vier Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik in Württemberg ist. Von diesem Amt wurde sie Ende 2024 nach 30 Jahren verabschiedet. Und auf lokaler Ebene schließlich wurde ihr für ihren ebenfalls langjährigen Einsatz im Arbeitskreis Asyl der Sozialpreis der SPD Leonberg verliehen. Und ja, die Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens hat sie auch schon bekommen, im Jahr 2007 war das.
Hohe Ehre: das Verdienstkreuz am Bande
Aber die Auszeichnung, die ihr jetzt vom Bundespräsidenten verliehen wurde, können sich nicht allzu viele Menschen ans Revers heften: das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die nächsthöhere Stufe des Verdienstordens. Um damit geehrt zu werden, braucht es ein ganz besonderes Engagement und besondere Leistungen.
Sabine Kurtz würdigte bei der Übergabe von Medaille und Urkunde im Leonberger Rathaus das große Spektrum, in dem Heidi Fritz viele Jahre aktiv war und teilweise auch immer noch ist. „Ihre Arbeit in der evangelischen Bildungsarbeit, Ihr Engagement als Vorsitzende der Familienbildungsstätte Leonberg, zwei Wahlperioden in der Synode der Württembergischen Landeskirche und Ihr jahrzehntelanger Einsatz für Menschen mit Fluchterfahrung im Arbeitskreis Asyl in der Stadt zeigen, wie konsequent Sie Verantwortung übernommen haben – immer mit Blick auf das Gemeinwohl“, sagte die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete und Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.
Seit 30 Jahren ist Heidi Fritz Vorsitzende des Trägervereins der Familienbildungsstätte Leonberg. Vor allem dadurch und durch ihr seit 1994 und bis heute andauerndes Engagement beim AK Asyl ist die Diplom-Pädagogin mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung vielen Leonbergerinnen und Leonbergern bekannt. „Sie haben mit den derzeit rund 30 Mitgliedern dieses Arbeitskreises vielen Menschen geholfen“, lobte Sabine Kurtz die Geehrte. „Praktische Hilfe für Menschen in schwieriger Lage, ohne ideologische Scheuklappen, ohne Naivität oder Ressentiment – das ist eine große humanitäre Leistung“, so die CDU-Politikerin.
Auch der Leonberger Oberbürgermeister Martin Georg Cohn hob bei der Feier, zu der neben Familie, Freunden und Wegbegleitern von Heidi Fritz auch der Landtagsabgeordnete Peter Seimer (Grüne) gekommen war, die Verdienste der neuen Trägerin des Bundesverdienstkreuzes hervor. „Ihnen ist es gelungen, den Arbeitskreis Asyl als wichtigen Teil unserer Stadt und darüber hinaus zu verankern“, so Cohn.
Heidi Fritz selbst betonte in ihren Dankesworten, dass vieles, was sie in der Vergangenheit angefangen, bewältigt und erreicht habe, „immer auch das Ergebnis eines guten Zusammenspiels und Zusammenwirkens von vielen Kräften und verschiedenen Personen und Netzwerken“ gewesen sei. Und es gehöre auch zum Inhalt ihres Lebens, „wenn ich mich seit vielen Jahren in unserer Landeskirche, in unserer Gemeinde hier, in der Ökumene und in unserer Stadt für andere einsetze – für die Verwirklichung christlicher Werte.“
Anerkennung für langen Atem
Insbesondere seien ihr Bildungs- und Gesellschaftsfragen wichtig. „Es ist mir wichtig, wenn ich’s abgekürzt so sagen darf, mitzuhelfen, dass da und dort in dieser Welt ein wenig mehr Gerechtigkeit, Friede und ein gutes Miteinander entstehen und bewahrt werden können“, fasste sie den Antrieb für ihr außergewöhnliches Engagement zusammen.
Heidi Fritz, die mit dem früheren Dekan und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Samariterstiftung verheiratet und Mutter von vier Kindern ist, sieht die Auszeichnung als Anerkennung für die Bedeutung des Ehrenamtes sowie ihres jahrzehntelangen Engagements und des dafür nötigen langen Atems, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung.