Landtagswahl 2026
: Wahl-Krimi bei der CDU: Wer wird Nachfolger von Sabine Kurtz?

Fast 20 Jahre hat Sabine Kurtz die CDU im Wahlkreis Leonberg – Herrenberg – Weil der Stadt im Landtag vertreten. Nun ist Schluss. Um ihre Nachfolge war ein Wettstreit entbrannt, der nun entschieden ist – nach einem Wahl-Krimi.
Von
Melissa Schaich
Stuttgart
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Will für die CDU in den Landtag: Albrecht Stickel

privat

Bei der Landtagswahl im Frühjahr 2026 tritt der Herrenberger Albrecht Stickel für die CDU im Wahlkreis 6 (Leonberg – Herrenberg – Weil der Stadt) an. Bei der Nominierungsversammlung am Freitagabend in Aidlingen-Dachtel hat ihn der CDU-Kreisverband zur Nachfolgerin von Sabine Kurtz gewählt, die nicht erneut antrat. Das teilt die CDU mit.

Stickel hatte sich gegen vier Mitbewerber durchgesetzt, was durchaus spannend war. Erst im dritten Wahlgang – kurz nach 22 Uhr – entschied sich der Wahl-Krimi im Paul-Wirth-Bürgerhaus. Albrecht Stickel konnte sich in einer Stichwahl die Mehrheit der Stimmen sichern.

Mehr als 200 Mitglieder stimmen ab

Der 51-jährige CDU-Fraktionschef aus Herrenberg hatte kurz vor Weihnachten seine Bewerbung abgegeben. Neben Stickel hatten vier weitere Personen ihre Bewerbung für den Sitz im Landtag erklärt: Jessica Kläber, Dan Martin, Swen Menzel und Tobias Pfander. Mit letzterem hatte Stickel bis zum vergangenen Herbst den CDU-Stadtverbandsvorsitz in Herrenberg inne. Jessica Kläber wurde von den CDU-Mitgliedern zur Zweitkandidatin gewählt.

Über 200 CDU-Mitglieder waren gekommen, um die Nachfolgerin oder den Nachfolger der Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz zu nominieren. Sie hatte Ende des Jahres 2024 angekündigt, nach 20 Jahren im Landtag bei der Landtagswahl 2026 nicht erneut zu kandidieren.

Drei Wahlgänge sind nötig

Nachdem im ersten und zweiten Wahlgang kein Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte, fiel die Entscheidung laut Pressemitteilung erst in der Stichwahl im dritten Wahlgang zwischen Albrecht Stickel und Dan Martin.

Albrecht Stickel arbeitet in einer Unternehmensberatung, sein Schwerpunkt sind Unternehmensnachfolgen. Seit 2015 gehört er dem Herrenberger Gemeinderat an. Hier ist er seit der Kommunalwahl 2024 Vorsitzender der CDU-Fraktion. Gemeinsam mit seiner Familie lebt er im Herrenberger Teilort Kuppingen.

Matthias Millers Nachfolge ist noch ungeklärt

Im Wahlkreis Böblingen ist die Nominierungsversammlung für den 5. Mai in Schönaich angesetzt. Nachdem der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Miller aus Steinenbronn Mitte März seinen Rückzug aus der Politik bekannt gegeben hatte, wurde der Termin verschoben. In einer persönlichen Erklärung gabe der 34-Jährige familiäre Gründe an. Bisher haben ihre Kandidatur Regina Dvořák-Vučetić sowie Lukas Kowalewski angekündigt. Beide wohnen in Böblingen.

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