Leinfelden-Echterdingen
: Dutzende Einsatzkräfte bei Brand: Hat eine Verletzte das Feuer selbst gelegt?

Ein Einfamilienhaus im Stadtteil Stetten ist nach einem Feuer am Samstagnachmittag nicht mehr bewohnbar. Staatsanwaltschaft und Polizei haben eine Verdächtige im Visier.
Von
Simone Weiß
Kreis Esslingen
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Feuerwehr - Symbolbild: ARCHIV - 05.11.2022, Rheinland-Pfalz, Staufen: Ein Feuerwehrmann holt während einer Einsatzübung einer Freiwilligen Feuerwehr eine Leiter vom Dach eines Einsatzfahrzeugs. (zu dpa: «Feuerwehr rettet Pferd mit Spezialgeschirr aus Güllegrube») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Feuerwehr musste am Samstagnachmittag zu einem Brand in Leinfelden-Echterdingen ausrücken.(Symbolbild)

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Einfamilienhaus in Stetten, Leinfelden-Echterdingen, brannte am Samstagnachmittag aus.
  • Eine 70-jährige Angestellte war allein im Haus und wurde leicht verletzt.
  • Sie steht unter Verdacht der Brandstiftung – zunächst Festnahme, später Freilassung.
  • Staatsanwaltschaft zog Haftbefehlsantrag zurück, Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit laufen.
  • Feuerwehr und Rettungsdienst rückten groß an, Schaden etwa 300.000 Euro, Haus unbewohnbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Einfamilienhaus im Stadtteil Stetten in Leinfelden-Echterdingen ist nach einem Brand am Samstagnachmittag nicht mehr bewohnbar. Eine während des Feuers allein anwesende 70-jährige Angestellte ist durch den Brand leicht verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, wird diese Verletzte verdächtigt, den Brand gelegt zu haben.

Der Vorwurf lautet auf vorsätzliche Brandstiftung. Während der Ermittlungen der Kriminalpolizei habe sich ein Tatverdacht gegen die 70-Jährige ergeben, heißt es in der Medieninfo. Es gebe Hinweise darauf, dass die Seniorin den Brand vorsätzlich gelegt haben soll. Die Frau sei daher vorläufig festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat zunächst den Erlass eines  Haftbefehls beim Amtsgericht Nürtingen beantragt.

Doch weitere Ermittlungen ergaben, dass es sich wohl nicht um eine schwere Brandstiftung gehandelt habe. Der Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wurde daraufhin laut der Pressemitteilung von der Staatsanwaltschaft zurückgenommen und die Frau war wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung dauerten aber weiter an.

Zunächst wurde eine brennende Kerze als Ursache vermutet

Gegen 13.45 Uhr waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Samstagnachmittag zu dem Brand in Leinfelden-Echterdingen gerufen worden, hieß es im Polizeibericht am Sonntag. Notrufe über einen Küchenbrand seien eingegangen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte seien die Flammen bereits aus den Fenstern geschlagen, und aus dem Gebäude sei dichter Rauch gedrungen. Eine brennende Kerze in der Küche, so wurde am Sonntag laut Polizeibericht noch vermutet, habe wohl den Brand verursacht. Die allein anwesende 70-jährige Angestellte habe sich bei dem Brand leichte Verletzungen zugezogen und sei durch den Rettungsdienst in ein Klinikum eingeliefert worden.

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Die Feuerwehr sei mit sieben Fahrzeugen und 37 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit vier Fahrzeugen und acht Einsatzkräften vor Ort gewesen. Der Sachschaden durch den Brand wird von der Polizei auf etwa 300.000 Euro geschätzt. Das Haus ist seither nicht mehr bewohnbar.