Sicherheit in Esslingen
: Tipps von Fachleuten gegen Enkeltricks, Einbrecher und Ertrinken

Aktionen, Action und Attraktionen: Beim Festival rund um Sicherheit und Prävention in Esslingen wurde viel geboten. Es gab jede Menge Aufklärung rund um die Themen.
Von
Simone Weiß
Esslingen
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Action, Aktionen und Attraktionen gab es beim Esslinger Festival rund um Sicherheit und Prävention auf dem Rathausplatz, dem Marktplatz, dem Hafenmarkt sowie in der Ritterstraße.

Roberto Bulgrin

Pinkfarbenes Kleid, opulente Perücke, auffallende Schminke – beim Sicherheitstag fiel Veronica Mont Royal mit Sicherheit auf. Das ist auch gewollt. Die Esslinger Drag Queen will ihre starke persönliche Präsenz für das Vermitteln einer Botschaft nutzen: „Alle Menschen sind gleich.“ Doch auch die anderen Teilnehmenden am Esslinger Festival rund um Sicherheit und Prävention auf dem Rathausplatz, dem Marktplatz, dem Hafenmarkt sowie in der Ritterstraße hatten am Samstag Botschaften zu vermitteln.

Das Gesicht ist perfekt gestylt. Zwei Stunden, sagt sie, hat sie dafür gebraucht. Die Schminke ist ein Kunstwerk, und Veronica Mont Royal sieht sich auch als Drag Künstlerin. Den richtigen Namen möchte sie nicht verraten. Im Alltagsleben sei sie ein Mann wie jeder andere auch, doch heute ist sie Veronica. Am Postmichelbrunnen liest sie aus Kinderbüchern vor. Veronica macht das mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Empathie. Sie wolle für Toleranz auch gegenüber queeren Menschen werben und dafür, dass Anderssein gar nicht so anders ist.

Unter der Überschrift„An deiner Seite“ gab es beim Esslinger Festival rund um Sicherheit und Prävention viele Informationen und spannende Mitmachangebote

Foto: Roberto Bulgrin

Ein paar Meter weiter auf Höhe des Amtsgerichts hat die DLRG Esslingen ihren Stand. Nein, im Neckar zu schwimmen sei keine gute Idee, erklärt Noah Neuffer auf Nachfrage: Das Freigewässer könne gefährlich werden – wegen der Schifffahrt, der Strömungen, der Witterungsbedingungen, der Schleusen und der fehlenden Aufsicht. Vorsicht sei immer gut. Zwischen 300 und 400 Menschen würden bundesweit pro Jahr ertrinken.

Telefon-Betrüger schüren bewusst die Angst um Angehörige

Auch wer in den Strudel von Verbrechern gerät, ist in Gefahr. An einem anderen Stand machen Vertreter des Polizeipräsidiums Reutlingen auch auf die Bedrohung durch Enkeltricks und Telefonbetrug aufmerksam. Trotz der vielen Aufklärungsarbeit und der unzähligen Warnungen in den Medien – es könne noch so oft gewarnt werden, meint Katja Schuhholz am Stand. Die Verbrecher würden clever vorgehen, die Angerufenen in einen Schock-Zustand versetzen, die Angst um Angehörige schüren, um so die gewünschte Reaktion hervorzurufen. Wer sich um seine Kinder sorge, befinde sich oft in einem Ausnahmezustand, und das würden Täter ausnutzen. Ihr Rat: Angerufene, die ein ungutes Gefühl haben, denen etwas seltsam vorkommt oder die um Geld gebeten werden, sollten einfach auflegen. Dann sei Zeit, die Situation zu überdenken, die Polizei zu rufen und sich mit den vermeintlich bedrohten Kindern oder anderen Angehörigen in Verbindung zu setzen.

Auch die Verkehrswacht war beim Festival rund um Sicherheit und Prävention in Esslingen vertreten.

Foto: Roberto Bulgrin

Die Esslinger Innenstadt wurde zu einer Erlebniswelt, in der über Sicherheit und Prävention aufgeklärt wurde.

Foto: Roberto Bulgrin

Um Menschen, die Opfer eines Verbrechens geworden sind, kümmert sich der Weiße Ring, der ebenfalls mit einem Stand beim Sicherheitstag vertreten ist. Einbrüche, erklären Angelina Tassone und Ralf Brenner auf Nachfrage, können bei den Betroffenen oft schlimme Folgen haben, selbst wenn keine Gewalt ausgeübt wurde oder sie dem Täter nicht begegnet sind: Es sei ein Eingriff in den höchstpersönlichen Schutzraum, die Wohnung, ein Kontrollverlust, ein Angriff gegen das private Sicherheitsgefühl.

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