Spielkartenmuseum
: Bleibt die Stadt eine Spielkartenstadt?

Offenbar gibt es eine Chance, das Museum und die wertvolle Kartensammlung in Leinfelden-Echterdingen zu halten.
Von
Natalie Kanter
Stuttgart
Jetzt in der App anhören

Wertvolle Karten- Schätze lagern im Leinfeldener Schaudepot.

Natalie Kanter

Weder die Christdemokraten noch die Stadtverwaltung wollen sich jetzt schon in die Karten schauen lassen. Dennoch gibt es offenbar eine Chance, das Spielkartenmuseum in Leinfelden-Echterdingen zu halten. Diesen Eindruck kann man bei der Lektüre des CDU-Antrages zu diesem Thema gewinnen. Darin ist zu lesen, dass es eine 50-prozentige Beteiligung von externen Kooperationspartnern gebe. Und dass der Verwaltung von Leinfelden-Echterdingen ein großzügiges Angebot vorliege.

Die Fraktion hat beantragt, erneut über die Zukunft des Museums zu beraten. Die Kündigung beim Landesmuseum sollte zurückgenommen werden und das Schaudepot im neuen Format fortgeführt werden. Details zu dem Angebot, welches der Stadt vorliege, will die Fraktion jetzt noch nicht bekannt geben. Auch Kultur-Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell zeigt sich zugeknöpft.

Die CDU und der neue Vorstand des Vereins zur Förderung des Deutschen Spielkartenmuseums haben sich zum Ziel gesetzt, die Kartensammlung in Leinfelden-Echterdingen zu halten. Es soll verhindert werden, dass das Museum abgewickelt wird. Zu diesem Vorstand gehört auch Ilona Koch, die CDU-Fraktionschefin. „In den nächsten Wochen werden wir darüber informieren, mit welchen Maßnahmen und Gönnern wir das Deutsche Spielkartenmuseum fördern“, hatte Ilona Koch im Juni mitgeteilt. Und: „Es gibt potenzielle Sponsoren und Fördermittel, die abgerufen werden können.“