Schießerei in Göppingen: Wird der Bahnhof zum „gefährlichen Ort“?

Der Tatort an der Pappelallee
SDMGGut drei Wochen nach einer Schießerei in Göppingen legt die Stadt nach in Sachen Sicherheit. Nicht nur ist seit dem Angriff am Rande der Stadt – in Fußnähe zum Bahnhof – die City verstärkt bestreift worden. Am Mittwochabend bietet die Stadt einen Bürgerdialog zum Thema an. Der Innenminister Thomas Strobl (CDU) kündigte im Innenausschuss des Landtages am Mittwochnachmittag an, dass er der Stadt auch eine Sicherheitskonferenz anbiete, um weitere Maßnahmen auszuloten.
Am 17. Mai war an der Pappelallee, die vom Bahnhof aufs freie Feld führt, auf einen Mann geschossen worden. Der 25-Jährige war mit einer Gruppe unterwegs. Diese Gruppe sei zwei Personen begegnet. Dann wurde das Feuer auf den 25-Jährigen eröffnet. Er musste notoperiert werden. Inzwischen sei er aber wieder aus der Klinik entlassen. Ein 34-Jähriger Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft.

Spuren am Tatort
Foto: SDMGNeben der Sicherheitskonferenz und dem Bürgerdialog tue sich auch sonst jede Menge in Göppingen, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger wieder herzustellen – und natürlich auch, um die Menschen vor weiteren Gewalttaten zu schützen: So seien die Streifen an den Wochenenden verstärkt worden, auch beim zurückliegenden Fest Maientag habe man die Streifen verstärkt. Zudem werde geprüft, ob der Bereich um den Bahnhof in Göppingen zum „gefährlichen Ort“ erklärt werden kann. Das ist ein Begriff aus dem Polizeigesetz und ermöglicht weitergehende Maßnahmen, etwa im Bereich der Personenkontrollen.
