Betrug in Leonberg-Warmbronn: Tausende Euro weg – Seniorin fällt auf Microsoft-Betrüger rein

Auf dem PC-Monitor tauchte plötzlich eine falsche Fehlermeldung mit Telefonnummer für einen vermeintlichen Support auf. Das wurde einer Seniorin aus Warmbronn zum Verhängnis.
Nico Tapia/dpa-tmn/dpa- Seniorin aus Leonberg-Warmbronn fiel einer Microsoft-Betrugsmasche am Montag zum Opfer.
- Auf dem Bildschirm erschien eine falsche Sperrnachricht mit Support-Nummer – sie rief an.
- Sie gab Bank- und Online-Banking-Daten preis, danach flossen mehrere Tausend Euro ab.
- Täter verlangten zusätzlich Gutschein-Karten im Wert von Hunderten Euro und Codes per Telefon.
- Polizei warnt: Keine Daten herausgeben, keine Fernwartung zulassen, sofort trennen und Anzeige erstatten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Seniorin aus dem Leonberger Teilort Warmbronn ist am Montag das Opfer eines sogenannten Microsoft-Betrügers geworden. Sie dürfte um mehrere Tausend Euro betrogen worden sein, wie die Polizei berichtet.
Während die Frau am Nachmittag an ihrem Computer gearbeitet hatte, erschien plötzlich eine Sperrnachricht auf ihrem Bildschirm, die vermeintlich von Microsoft stammte. Die Frau nahm über eine eingeblendete Telefonnummer Kontakt mit einem angeblichen Mitarbeiter von Microsoft auf und gab dabei ihre Bank- und Online-Banking-Daten preis.
Der vermeintliche Helfer überweist hohe Summen
In der Folge konnte sich der Unbekannte mutmaßlich Zugriff auf das Online-Banking der Warmbronner Frau verschaffen. Er überwies mehrere Tausend Euro in mehreren Beträgen auf unterschiedliche Konten. Zudem forderte der Anrufer die Seniorin auf, Gutschein-Karten im Wert von mehreren Hundert Euro zu kaufen und die Aktivierungscodes dazu telefonisch zu übermitteln. Als Grund dafür behauptete der Betrüger, dass auf diese Weise ein Sicherheitsleck geschlossen werden könne.
Als die Frau und ihr Ehemann den Betrug schließlich erkannten, erstatteten sie Anzeige bei der Polizei.
Die Microsoft-Masche sieht laut der Polizei oft so aus: Die angeblichen, oft nur Englisch oder gebrochen Deutsch sprechenden Microsoft-Mitarbeiter behaupten, dass der Rechner Fehler aufweise, von Viren befallen oder gehackt worden sei oder ein neues Sicherheitszertifikat benötige. Die Opfer sollen dann auf ihren Geräten eine Fernwartungssoftware installieren. Darüber bekommen die Betrüger aber Zugriff auf die Rechner und können sensible Daten ausspähen. Manchmal verlangen sie für ihre vermeintliche Service-Leistung zudem eine Gebühr.
Was tun, wenn der Computer befallen ist?
Der eindeutige Rat der Polizei: Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nie unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Geben Sie auf keinen Fall private Daten heraus und lassen Sie keine Installationen zu. Am besten von vornherein: Auf kein Gespräch einlassen und einfach auflegen.
Sollte doch etwas installiert worden sein: Rechner vom Internet trennen und herunterfahren. Auf einem nicht infizierten Rechner unverzüglich Passwörter ändern. Den betroffenen Rechner überprüfen lassen. Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind. Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob sich Geld zurückholen lässt. Und: Anzeige erstatten bei der Polizei.

