Premiere in Korntal-Münchingen
: Erlebnisshopping in Korntal – dank geballter Frauenpower

Am 2. Oktober gibt es in der Korntaler Innenstadt eine besondere Aktion: Bis 21 Uhr öffnen die Geschäfte – in denen sich dann auch Menschen präsentieren, die weniger sichtbar sind als die Läden.
Von
Stefanie Köhler
Korntal-Münchingen
Saalplatz: Korntal Münchingen - Korntaler Sommer rund um den Saalplatz. 17 Uhr Eröffnung und Bewirtung durch die Korntal-Münchinger
Vereine

Beim „Korntaler Sommer“ waren am Sonntag die Geschäfte offen – beim Erlebnisshopping am Freitag, 2. Oktober, ist Einkaufen bis 21 Uhr möglich.

Simon Granville
  • Erlebnisshopping in Korntal am Freitag, 2. Oktober – Läden öffnen bis 21 Uhr.
  • Das Netzwerk Unik vereint 28 Unternehmerinnen und macht ihre Arbeit sichtbarer.
  • Tandems in 23 Locations: Online-Anbieter präsentieren sich in bestehenden Geschäften.
  • Ziel ist mehr Einkauf vor Ort, betont der Gewerbe- und Handelsverein.
  • After-Show-Party im Landschloss mit Korntaler Musikerinnen, Einlass ab 20 Uhr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine Handvoll Frauen zieht unabhängig voneinander nach Korntal, lernt sich zufällig kennen und stellt fest: Wir haben viele Gemeinsamkeiten – tun wir uns doch zusammen! Das ist kurz zusammengefasst, wie Unik entstanden ist, ein loses Netzwerk für Unternehmerinnen aus Korntal. Die mittlerweile 28 Frauen haben sich auf die Fahne geschrieben, sich auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen, das Unternehmerinnentum sichtbar zu machen und frischen Wind nach Korntal zu bringen. Zum Beispiel mit Aktionen wie dem Erlebnisshopping am Freitag.

Die Stadt neu erleben, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Künstlerinnen und Künstler entdecken – dazu sollen die Besucherinnen und Besucher am 2. Oktober die Gelegenheit haben. „Viele haben kein Ladengeschäft, sondern arbeiten online. Diese Gewerbetreibenden sollen ein Gesicht bekommen“, sagt Susan Winkler, Unik-Gründungsmitglied und ehemalige Geschäftsführerin des Autohauses Holzer.

Gewerbetreibende wollen dem Onlinehandel trotzen

Das geschieht an diesem Freitag mit einer Kombination aus Online und Offline: Eine Designerin präsentiert sich im Buchladen, die Hochzeitsplanerin im Spielzeugladen, die Yogalehrerin im Landschloss, die Musikerin in der Eisdiele, die Expertin für Waldbaden in der Apotheke. „Wir haben überlegt, wer wohin passt, und Tandems gebildet“, erzählt Susan Winkler.

Künstlerinnen und Künstler sind ebenfalls mit an Bord. Mit ihrer Veranstaltung wollen die Frauen außerdem erreichen, dass die Menschen vor Ort einkaufen und den Händlern einen „gewissen Umsatz“ bescheren. „Für das Gemeinwesen sind Läden wichtig“, sagt Suan Winkler.

Leonberg

Alles Wichtige aus Leonberg, dem Strohgäu und Umgebung.

Das sieht Viola Noack genauso, die in Korntal seit 28 Jahren ein Optikergeschäft führt. „Es ist immer wichtig, dass wir uns präsentieren“, sagt die Vorsitzende des Korntal-Münchinger Gewerbe- und Handelsvereins, der das Erlebnisshopping unterstützt. Gerade in Zeiten, in denen der Onlinehandel eine starke Konkurrenz sei, „wollen und müssen wir auf uns aufmerksam machen und das Bewusstsein für unsere Leistungen und unseren Service schärfen“. Nur so könne man langfristig bestehen.

Dabei sei es dann essenziell, einen guten Service zu bieten, zu dem aus Noacks Sicht auch entsprechende Öffnungszeiten gehören. „Ich finde es schlimm, wenn Kunden vor verschlossener Tür stehen“, sagt Viola Noack. Sie selbst bedient täglich durchgehend von 9 bis 18.30 Uhr im Laden ihre Kundschaft. Alleine. „Das geht schon, weil es mir Spaß macht“, sagt die 62-Jährige.

An diesem Freitag wird es aber 21 Uhr werden – wie in allen Geschäften, die am Erlebnisshopping teilnehmen. 23 Locations beteiligen sich insgesamt. Nach Ladenschluss findet im Landschloss eine After-Show-Party mit Korntaler Musikerinnen statt. Der Einlass ist von 20 Uhr an.

Die Veranstaltung ist in dieser Form zum ersten Mal in Korntal. Laut der Gewerbe- und Handelsvereinschefin soll Ähnliches im kommenden Jahr auch in Münchingen geboten werden. „Der Gleichberechtigung wegen“, sagt Viola Noack.