250 Menschen auf dem Arsenalplatz
: „Kein Herz für Merz“ – Ludwigsburg demonstriert gegen Stadtbild-Aussage

250 Menschen haben am Mittwochabend auf dem Ludwigsburger Arsenalplatz für Vielfalt im Stadtbild demonstriert. Die Bilder von Reden und Plakaten gibt es hier.
Von
Maximilian Kroh
Ludwigsburg
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  • Viele Demonstranten brachten Plakate auf den Arsenalplatz mit.

    Andreas Essig
  • Angesprochen hatte Friedrich Merz explizit die „Töchter“ – die gaben in Ludwigsburg eine Antwort.

    Andreas Essig
  • Die Demonstranten wollten mit ihren Schildern ein positives Zeichen für Vielfalt setzen.

    Andreas Essig
  • Aber auch ältere Semester nahmen an der Demo teil.

    Andreas Essig
  • Rund 250 Leute kamen am Mittwochabend auf den Arsenalplatz.

    Andreas Essig
  • Die Botschaft ist klar: „Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“

    Andreas Essig
  • Viet Nguyen aus dem Ludwigsburger Integrationsrat ist einer der Initiatoren der Demo. Er sprach auf der Bühne zu den Leuten.

    Andreas Essig
  • „Was bringt eine Brandmauer, wenn man auf der eigenen Seite zündelt?“, fragte Nguyen. Seine Worte waren an Bundeskanzler Merz gerichtet.

    Andreas Essig
  • Die Organisatoren auf der Bühne: Ferhat Levent, Latifa Warrelmann und Viet Nguyen (von links).

    Andreas Essig
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Es war eine spontane Idee, die als Reaktion auf die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zum „Stadtbild“ in den deutschen Städten entstand. Viet Nguyen, Ferhat Levent und Latifa Warrelmann haben für Mittwochabend zur Kundgebung unter dem Motto „Wir sind das Stadtbild – Für Respekt, Zusammenhalt und Gemeinschaft in Ludwigsburg“ aufgerufen. Rund 250 Menschen sind dem Ruf auf den Arsenalplatz gefolgt.

„Für uns war es eine hoffnungsvolle und ermutigende Erfahrung“, sagt Viet Nguyen. „Wir sind drei Menschen mit völlig unterschiedlichen migrantischen Hintergründen, die sich davor kaum kannten, und haben innerhalb einer Woche mit solch einer Veranstaltung so viele Menschen erreicht.“ Er selbst habe die Kundgebung als „verbindend und friedlich“ empfunden.

Kritik an Kanzler Merz

Viele der Teilnehmer hatten Schilder dabei – „Kein Herz für Merz“ war darauf zu lesen, „Probleme im Stadtbild: Rassismus“ oder „Töchter für ein buntes Stadtbild“. Es sollte eine Antwort sein auf die Aussagen des Kanzlers. Der hatte vor einigen Tagen mit Blick auf die Migrationspolitik von einem problematischen „Stadtbild“ in deutschen Städten gesprochen. Auf die vielfach geäußerte Kritik, die Aussage sei rassistisch, empfahl der Kanzler: „Fragen Sie doch mal Ihre Töchter.“

Die Teilnehmer kamen mit Schildern und Plakaten.

Foto: Andreas Essig

In mehreren Reden richteten sich die Veranstalter von der Bühne am Arsenalplatz teilweise direkt an den Kanzler. Auch Viet Nguyen trat als Redner auf. Als Mitglied des Ludwigsburger Integrationsrats, „aber auch als jemand, der vor langer Zeit als Jugendlicher dem Krieg in Vietnam entflohen ist und hierherkam“, sagte er den Kundgebungsteilnehmern.

Von Kanzler Merz forderte er, auf komplexe Probleme nicht mit einfachen, populistischen Parolen zu antworten. Denn dann nütze es auch nichts, immer wieder die sogenannte „Brandmauer“ gegen rechts zu beschwören – „Was bringt eine Brandmauer, wenn man auf der eigenen Seite zündelt?“

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