Ärgernis in Hohenhaslach: Berge von Altkleidern türmen sich – die Stadt Sachsenheim ist machtlos

Schön ist anders: Seit Wochen häufen sich Berge von Altkleidern neben den beiden dafür vorgesehenen Containern. Der Dienstleister scheint nicht mehr zu existieren.
privat- In Hohenhaslach türmen sich seit Wochen Altkleider neben zwei Containern.
- Der Betreiber des Standorts scheint nicht mehr zu existieren, Fotos dokumentieren den Zustand.
- Die Stadt ist laut Sprecher Arved Oestringer nicht zuständig, da es Privatgrund ist.
- Eingriff wäre erst möglich, wenn eine öffentliche Gefahr droht – aktuell liegt sie nicht vor.
- Eigentümer ist informiert, Klärung mit dem Entsorger gilt als kompliziert und bleibt offen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gerhard Albert kann es nicht glauben – seit Wochen häufen sich Berge von nicht mehr gebrauchter Kleidung neben den dafür vorgesehenen Containern im Teilort Hohenhaslach. Er hat der Redaktion zwei Fotos zukommen lassen, die das ganze Malheur zeigen. Ein Schandfleck, es sieht schrecklich aus, wie auch andere Bewohner des Ortes finden.
Seitens der Stadtverwaltung weiß man auch um das Problem, wie Pressesprecher Arved Oestringer auf Anfrage mitteilte, allein, sie habe jedoch keine Möglichkeit, regulierend einzugreifen oder um Abhilfe zu schaffen: „Es handelt sich um ein privates Grundstück und einen privaten Entsorgungsdienstleister. Insoweit besteht keine Handlungsmöglichkeit für die Stadt als öffentliche Einrichtung.“
Handlung erst, wenn Gefahr droht
Das Ordnungsamt kontrolliere das Grundstück im Rahmen seiner Möglichkeiten. Ein Grundstück „unansehnlich“ zu halten sei in gewisser Art und Weise nicht verboten. Oestringer weiter: „Handlungsmöglichkeiten bestünden für uns erst, wenn eine öffentliche Gefahr droht. Wenn also beispielsweise eine schwere Ungezieferplage von den Kleidern ausgehen würde, oder diese auf öffentlicher Fläche gelagert werden würden oder dergleichen.“ Im aktuellen Zustand liege dies nach unserer Kenntnis nicht vor.
Der Eigentümer sei des Sachstandes der Stadtverwaltung nach informiert – „die Klärung mit dem Entsorgungsdienstleister, den es meines Wissens nicht mehr gibt, jedoch kompliziert“, so Oestringer. Am Sachverhalt, dass es sich um ein Privatgrundstück und eine privatrechtliche Vereinbarung handle, ändere dies jedoch nichts.
Die Stadt sei zum jetzigen Zeitpunkt unter den genannten Bedingungen nicht zuständig, sondern der Grundstückseigentümer beziehungsweise der Entsorgungsdienstleister. „Wir empfinden die Anhäufung der Kleidung auch als unschön und würden uns sehr freuen, sollte das Problem schnellstmöglich behoben sein“, sagt Oestringer.
Es scheint also in absehbarer Zeit keine Möglichkeit zu bestehen, die Sache in einer für alle Seiten zufriedenstellenden Weise zu beenden, der Schandfleck im Ort wird also weiterhin bestehen bleiben.
