Aktion im Kreis Ludwigsburg: Angehörige sammeln Spenden für Familie des verunglückten Polizisten

Für den verunglückten Polizisten kann gespendet werden.
privat/GoFundMeDie Anteilnahme für den Polizisten aus dem Kreis Ludwigsburg, der am Freitag in Österreich tödlich mit dem Motorrad verunglückt ist, bleibt weiter groß. Die Familie des Mannes hat am Wochenende eine Spendenaktion gestartet, um dessen Frau und Tochter zu unterstützen.
Rund 590 Spenden sind bereits eingegangen, über 25 000 Euro kamen bis Dienstagvormittag zusammen. „Die Beerdigung müssten wir damit schon finanziert haben“, sagt Jürgen Rasp aus Oberriexingen. Als Onkel und Patenonkel des Verstorbenen hat er die Aktion mit seiner Frau initiiert. Vom großen Zuspruch ist er spürbar gerührt. „Und wenn es bloß fünf Euro sind, so etwas macht nicht jeder.“
Vom großen Zuspruch gerührt
Gerade bei den Eltern seines Neffen merke er außerdem, dass die vielen eingegangenen Gelder auch Trost spendeten: „Wie viele Leute an einem Tod Anteil nehmen, kriegt man sonst vor der Beerdigung ja überhaupt nicht mit.“
Der 52-jährige Polizeibeamte aus dem Kreis Ludwigsburg war bei der Motorradstaffel Stuttgart im Einsatz. Am Freitag war er im österreichischen Elmen bei einem privaten Ausflug mit sechs Kollegen frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.
Auch die beiden Polizeigewerkschaften hatten bereits öffentlich Anteil genommen. „Dass ein gemeinsamer Motorradausflug zum Tod eines Kollegen führt, schmerzt und hinterlässt große Trauer“, sagte Gundram Lottmann, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Betroffen äußerte sich auch die Deutsche Polizeigewerkschaft: „Es ist besonders tragisch, wenn ein Kollege auf diese Art und Weise aus dem Leben scheidet“, sagte ihr Landesvorsitzender Ralf Kusterer.
Zur Spendenaktion geht es hier.