Gastronomie in der Stadthalle
: Marbacher schon neugierig: Neues Restaurant steht in den Startlöchern

Die Familie Neuberth legt am 1. Oktober in „Schillers Blick“ in Marbach (Kreis Ludwigsburg) los. Die lange Phase ohne Gastronomie in der Stadthalle ist damit vorbei.
Von
Christian Kempf
Ludwigsburg
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Pia und Alexander Neuberth haben mit ihrem Team in den vergangenen Tagen kräftig im Stadthallen-Restaurant gewirbelt, um zum 1. Oktober Gäste empfangen zu können.

Werner Kuhnle)

Gäste wurden in den vergangenen Wochen noch keine im Stadthallen-Restaurant auf der Marbacher Schillerhöhe betreut. Dennoch wird in den Räumlichkeiten kräftig in die Hände gespuckt, haben die neuen Pächter Pia und Alexander Neuberth und ihr Team eine Menge zu tun. In wenigen Stunden müssen schließlich alle Restarbeiten erledigt sein. Am 1. Oktober wird die Gaststätte ihre Türen öffnen, unter dem Namen Schillers Blick. „Bis dahin ist alles fertig“, sagt Alexander Neuberth. Lediglich die Terrasse werde erst zum Sommer hin richtig herausgeputzt.

Große Vorfreude der neuen Pächter

Die Vorfreude sei groß und überwiege die nervliche Anspannung und habe auch immer den Missmut übertrumpft, wenn während der Vorbereitung irgendetwas nicht reibungslos funktioniert habe. Zudem betreibe man mit den Schwabenstuben im benachbarten Freiberg am Neckar bereits seit Jahren ein Restaurant, habe also Erfahrung in dem Geschäft und blicke somit gelassener auf die Neueröffnung in Marbach, wo sich die Neuberths dauerhaft ein zweites Standbein schaffen wollen. Und kleinere Problemchen ließen sich immer irgendwie lösen, sagt Pia Neuberth schmunzelnd.

„Poetisches Pfännchen“ auf der Speisekarte

Dabei überlassen die beiden nichts dem Zufall, haben sogar eine Agentur eingeschaltet, die im Zusammenspiel mit der Wirtsfamilie eine Werbekampagne in den sozialen Medien ins Rollen gebracht hat. Passend zum Namen taucht in Videoclips immer wieder ein Schiller-Darsteller auf, der mit seinem Koffer von der Altstadt hoch zur Schillerhöhe marschiert, wo das Restaurant an die Stadthalle angedockt ist. Das Thema Schiller zieht sich auch durch die Speisekarte. Die gebratene Forelle wird unter dem Namen „Schillers Fang“ feilgeboten, Kässpätzle als „Das poetische Pfännchen“. Das geschmorte Ochsenbäckle bekommt man serviert, wenn man „Tells Lieblingsgericht“ bestellt.

Das Restaurant ist an die Stadthalle auf der Schillerhöhe angedockt.

Foto: Archiv (Werner Kuhnle)

Selbst beim Dekor wird der rote Faden rund um den in Marbach geborenen Dichterfürsten weitergesponnen. „Wir wollten es modern haben, aber gemischt mit Retro und angelehnt an Schiller“, erklärt Pia Neuberth. Auf den Tischen sind deshalb beispielsweise hübsche Öllampen platziert, eine Tapete sei eher im Barockstil gestaltet.

Eröffnungsfeier am Samstag

All solche Details können Besucher auch bei der Eröffnungsfeier am Samstag, 11. Oktober, von 16 bis 22 Uhr unter die Lupe nehmen. Im Foyer werden dann an Ständen Getränke und Essen angeboten. Die Musiker „Die 3 Richtigen“ wollen für Stimmung sorgen. In einer Fotobox können Gäste Schnappschüsse machen lassen. „Es geht darum, dass die Leute sich das anschauen und uns sowie die Location kennen lernen können“, sagt Pia Neuberth.

Sie betont außerdem, dass Kinder ausdrücklich willkommen seien. Das gelte auch für den Normalbetrieb. Man habe sechs Boxen in petto, die an Tischen, an denen Kinder sitzen, verteilt werden. In den Behältnissen sind Spielsachen verstaut, mit denen sich Mädchen und Jungs die Zeit vertreiben können. Die Kinder-Speisekarte ist darüber hinaus so gestaltet, dass man dort einen vorskizzierten Schiller bunt ausmalen kann.

Monatelange Vakanz beendet

Mit der Eröffnung von Schillers Blick ist eine monatelange Vakanz beendet. Das Restaurant stand zuletzt leer, nachdem die Stadt den Vertrag mit den früheren Pächtern auf Ende Dezember 2024 gekündigt hatte.

Positive Rückmeldungen

Umso größer scheint im Ort die Freude zu sein, endlich wieder in der Stadthalle speisen zu können. Die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft seien positiv gewesen, berichtet Pia Neuberth. Viele Marbacher hätten auch schon in den Schwabenstuben in Freiberg vorbeigeschaut, um einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, was sie bald in ihrer Heimatstadt erwarten wird. „Wir haben auch schon viele Reservierungen bis ins nächste Jahr hinein vorliegen“, sagt Alexander Neuberth, der als Koch schon die eine oder andere Prämierung vorweisen kann.

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