Künstler aus Marbach: Der Bundestag in Berlin kauft drei Werke von Fritz Genkinger

Manfred Knappe (links) und Walter Dußler vom Fritz Genkinger Freundeskreis freuen sich darüber, dass Werke von Genkinger künftig in Berlin zu sehen sein werden.
Werner KuhnleDrei Werke von Fritz Genkinger (1937-2017), der gut 20 Jahre seines Lebens im Marbacher Stadtteil Rielingshausen verbracht hat, werden künftig die Kunstsammlung des Deutschen Bundestags bereichern: die Serigrafie „Der Solist“ aus der VfB-Edition, die Lithografie „Erinnerungen eines Torhüters II“ und das in Wachskreide ausgeführte Unikat „Das Fußballspiel“. Der Kulturbeirat des Deutschen Bundestags unter Vorsitz der Bundestagspräsidentin Bärbel Bas habe den Aufkauf der Werke in seiner Dezembersitzung beschlossen, teilt der Freundeskreis Fritz Genkinger mit. Die Artothek genannte Kunstsammlung steht den Mitgliedern und Mitarbeitern des Bundestags zur Verfügung. Die Werke werden zudem auf der Homepage des Bundestags zu sehen sein.
Darüber herrscht aus zwei Gründen große Freude beim Marbacher Verein „Freundeskreis Fritz Genkinger“. „Das wird das Interesse an Fritz Genkinger und seinem Werk nochmals verstärken“, sagt Manfred Knappe, der Erste Vorsitzende des Vereins. Schon bei einer Ausstellung in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin habe man eine große Resonanz zu verzeichnen gehabt. Der zweite Grund: Die Einnahmen in Höhe von etwa 4500 Euro könne man gut für das rein ehrenamtlich betriebene Museum in der Marbacher Altstadt gebrauchen, beispielsweise, um Aufsteller, sogenannte Roll-ups, zu erwerben.
Alljährlich kaufe der Deutsche Bundestag um die 50 verschiedene Kunstwerke, weiß Knappe. Drei Kunstwerke dürfe man jeweils vorschlagen, und alle drei seien genommen worden. Der Tipp, sich an den Kulturausschuss zu wenden, sei vom Bundestagsabgeordneten Fabian Gramling gekommen.