Brandserie in Winnenden
: Tatverdächtiger blieb auf freiem Fuß

Zum achten Mal hat es im Steinweg in Winnenden gebrannt. Die Polizei hält Brandstiftung für wahrscheinlich und prüft, ob ein im Sommer ermittelter Verdächtiger wieder Feuer gelegt haben könnte.
Von
Phillip Weingand
Rems Murr Kreis
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Der Wohnwagen brannte komplett aus.

Andreas Rosar

Bei einem Brand am Donnerstag im Winnender Steinweg ist ein abgestellter Wohnwagen zerstört worden. Kurz vor 21 Uhr stand das Fahrzeug in Flammen und brannte völlig aus. Das Feuer beschädigte zudem eine Hausfassade, die Traufe des Gebäudes sowie mehrere Fenster. Die Polizei geht von einem Schaden in der Höhe von mehreren zehntausend Euro aus.

Die Feuerwehr war mit 36 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt vom Rettungsdienst mit acht Kräften und vier Fahrzeugen sowie der Polizei mit vier Streifenwagenbesatzungen.

Die Brandursache ist bislang noch unklar, die Polizei geht aber von Brandstiftung aus und hat deshalb Ermittlungen eingeleitet. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0 71 95/69 40 zu melden.

Der Brand ist bereits der achte, der sich an dieser Adresse ereignet hat. Im vergangenen Jahr hatte in dem Gebäudeensemble, das damals der Paulinenpflege als Wohnheim diente, eine Serie von Brandstiftungen begonnen. „In insgesamt sieben Fällen werden wegen vorsätzlichen Brandstiftungsdelikten Ermittlungen geführt“, erklärt Stefanie Ruben, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zuletzt war dort im Juli aufgehängte Wäsche angezündet worden. Ein weiterer Brand sei im August vermutlich durch Unachtsamkeit oder einen technischen Defekt an einer Fritteuse entstanden.

Tatverdächtiger ist nicht in Untersuchungshaft

Schon Mitte dieses Jahres hatten die Behörden eigentlich einen Tatverdächtigen ermittelt. Dieser befindet sich aber nach wie vor nicht in Untersuchungshaft, wie Ruben bestätigt. „Ob der Wohnwagenbrand mit den anderen Brandgeschehen in Zusammenhang steht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, so die Juristin. Weitere Details zum Verdächtigen nennt sie nicht.

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