Feuer in Waltersberg
: Flächenbrand bei Murrhardt: Nur 50 Quadratmeter brennen – doch die Gefahr ist größer

Am Waldrand bei Waltersberg gerät eine Wiese in Brand. 29 Einsatzkräfte verhindern eine Ausbreitung. Warum selbst ein kleiner Funke derzeit gefährlich werden kann.
Von
Frank Rodenhausen
Murrhardt
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Feuerwehr Einsatzfahrzeug Allmersbach Feature (Symbolbild)

Auch die heimische Feuerwehr ist bei der aktuellen Trockenheit gefordert - zuletzt bei Murrhardt  (Symbolbild).

Frank Rodenhausen
  • Am Waldrand bei Murrhardt-Waltersberg brannten am Donnerstagabend etwa 50 Quadratmeter Wiese.
  • Vier Fahrzeuge und 29 Kräfte löschten den Brand, eine Ausbreitung wurde verhindert.
  • Polizei nennt die Ursache als unklar – ein Funke kann in Trockenheit jedoch große Brände auslösen.
  • Der Kreisfeuerwehrverband mahnt: kein offenes Feuer, nur ausgewiesene Grillplätze, nichts zurücklassen.
  • Blick in die Eifel: In Hürtgenwald führte ein Waldbrand zur Evakuierung von rund 1800 Menschen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Donnerstagabend brennt es am Waldrand bei Murrhardt-Waltersberg (Rems-Murr-Kreis). Gegen 18 Uhr geraten rund 50 Quadratmeter einer Wiese in Flammen – eine überschaubare Fläche, doch in trockener Vegetation kann aus einem kleinen Feuer schnell ein großes werden.

Warum die Wiese Feuer fing, sei bislang unklar, teilt das Polizeipräsidium Aalen mit. Die Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen und 29 Einsatzkräften an. Sie bekam den Brand unter Kontrolle und löschte die Flammen.

Flächenbrand in Murrhardt: Ein Funke kann reichen

Der Kreisfeuerwehrverband Rems-Murr nimmt solche Vegetations- und Flächenbrände zum Anlass für einen eindringlichen Appell. Bereits ein kleiner Funke könne bei Trockenheit einen großflächigen Brand auslösen. Deshalb gelte: kein offenes Feuer in Wald und Flur, grillen nur auf ausgewiesenen Plätzen, keine Zigaretten oder Glasflaschen zurücklassen und Fahrzeuge keinesfalls auf trockenem Gras abstellen. Auch Feuerwehrzufahrten müssen frei bleiben.

Waldbrand im Hürtgenwald

Großangelegte Löscharbeiten bei einem aktuell tobenden Waldbrand im Hürtgenwald im Kreis Düren.

Jan Ohmen/dpa

Wie ernst die Gefahr werden kann, zeigt an diesem Freitag der Blick in die Eifel. Dort kämpfen Einsatzkräfte seit Donnerstag gegen einen Waldbrand bei Hürtgenwald im Kreis Düren. Das Feuer rückte in der Nacht so nahe an den Ortsteil Gey heran, dass rund 1800 Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Wie der Westdeutsche Rundfunk  am Freitagmorgen berichtete, war die Evakuierung wegen der Ausbreitung des Feuers angeordnet worden.

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Waldbrandgefahr: Im Ernstfall zählt jede Minute

Auch im Rems-Murr-Kreis ist die Gefahr bekannt. Bereits im Juni hatten Forstamt und Kreisbrandmeister vor Wald- und Vegetationsbränden gewarnt: Bei längeren Trocken- und Hitzeperioden könnten schon kleine Unachtsamkeiten genügen, um einen Brand auszulösen. Besonders gefährdet seien trockene und sonnige Standorte.

Dass sich Feuer auf trockenen Flächen rasch ausbreiten kann, zeigte sich erst in der vergangenen Woche in Auenwald. Dort geriet am 6. August gegen 22.15 Uhr ein Auto in Brand. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war vermutlich ein technischer Defekt die Ursache. Die Flammen griffen auf eine angrenzende Wiese über. Die Feuerwehr konnte löschen, doch damit war ihr Einsatz noch nicht vorbei. Gegen 3 Uhr in der folgenden Nacht begann ein Strohballen zu schwelen – nach Einschätzung der Polizei wohl noch als Folge des vorherigen Feuers.

Auch andernorts im Rems-Murr-Kreis gab es zuletzt Brände. In Fellbach wurde zwischen dem Abend des 9. August und dem Morgen des 10. August das Mobiliar eines Kiosks beim Kernenturm durch Feuer beschädigt. Das Polizeirevier Fellbach ermittelt und sucht Zeugen.

In Winnenden beschäftigt ein Brand beim Waldspielplatz Bürg von Freitag, 31. Juli, noch heute die Ermittler. Das Polizeirevier Winnenden ermittelt mittlerweile wegen des Verdachts auf eine Brandstiftung.

Bei Feuer: 112 wählen und Rettungswege freihalten

Wer einen Flächenbrand entdeckt, soll nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Ruhe bewahren, die 112 wählen und Ort, Art sowie Größe des Feuers melden. Andere Menschen sollten gewarnt und der Gefahrenbereich verlassen werden. Wichtig sind außerdem Abstand zum Rauch und ein Blick auf die Windrichtung. Schaulustige haben am Einsatzort nichts verloren – Rettungswege müssen frei bleiben.

Wer mit dem Auto in einen Gefahrenbereich gerät, sollte die Fenster schließen, die Lüftung ausschalten und das Gebiet verlassen, ohne Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienst zu blockieren. Die Botschaft der Feuerwehr ist so knapp wie eindeutig: „112 wählen – Abstand halten – Einsatzkräfte arbeiten lassen.“

In Waltersberg blieb es am Donnerstag bei rund 50 Quadratmetern verbrannter Wiese. Die 29 Feuerwehrleute konnten verhindern, dass aus dem Flächenbrand am Waldrand mehr wurde.