Totes Mädchen in Schorndorf: Kind im Auto vergessen - Obduktion soll weitere Details klären

Für das kleine Mädchen kam offenbar jede Hilfe zu spät (Symbolbild).
dpa- In Schorndorf wurde ein 20 Monate altes Mädchen tot in einem Auto gefunden.
- Die Mutter hatte das Kind offenbar im Auto vergessen – die Umstände sind ungeklärt.
- Obduktion heute oder morgen geplant, um weitere Details zu klären.
- Ermittlungen von Kriminalpolizei Waiblingen und Staatsanwaltschaft Stuttgart laufen „mit Hochdruck“.
- Es wird auch zur Straffähigkeit der Mutter ermittelt; mögliche Fahrlässigkeit wird geprüft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das tote Kleinkind, das am Mittwochnachmittag in Schorndorf gefunden wurde, wird am heutigen Donnerstag oder am morgigen Freitag obduziert. „Davon erhoffen wir uns weitere Erkenntnisse“, sagte Robert Silbe vom Polizeipräsidium in Aalen auf Nachfrage.
Die 44-jährige Mutter hatte das Kind offenbar im Auto vergessen. Die weiteren Umstände des tragischen Todes sind weiterhin ungeklärt. Die Kriminalpolizei Waiblingen und die Staatsanwaltschaft Stuttgart führen „mit Hochdruck“ die weiteren Ermittlungen.
Mutter in „emotionalem Ausnahmezustand“
„Die Mutter befindet sich natürlich in einem emotionalen Ausnahmezustand“, sagte Silbe. Rettungsdienst und ein Notarzt hatten am Mittwochnachmittag noch versucht, das 20 Monate alte Mädchen wiederzubeleben. Das gelang nicht. Offenbar hatte das Kind zuvor mehrere Stunden im Auto gesessen. Wie die Mutter es dort vergessen konnte und was sie in der Zwischenzeit tat, das sollen nun die Ermittler klären. Eine offene Frage ist auch, ob Hitze eine Rolle beim Tod des Kindes gespielt hat.
Ob die Frau schon zu den Umständen vernommen wurde, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Das werde aber in jedem Fall noch geschehen. Es werde auch „in Richtung Straffähigkeit der Mutter ermittelt“, so Silbe. Eventuell habe die Frau fahrlässig gehandelt.
Am Mittwochmittag war der die Richard-Kapphan-Straße im Norden von Schorndorf, wo das Auto gestanden hatte, für mehrere Stunden gesperrt. In der Nähe des Fundorts des toten Kindes befinden sich eine Kletterhalle des DAV, ein Kinderhaus sowie mehrere Sportplätze.