Feuer bei Großerlach
: 500 Quadratmeter Wald brennen – Polizei vermutet selbstgebaute Feuerstelle

Ein Waldbrand auf der Erlacher Höhe löst einen Großeinsatz aus. Die Ermittler gehen von fahrlässiger Brandstiftung aus.
Von
Frank Rodenhausen
Großerlach
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ARCHIV - 21.03.2017, Sachsen-Anhalt, Bärenthoren: Ein Lagerfeuer brennt. Frühe Menschen waren laut einer israelischen Studie schon erstaunlich geschickt in der Raumplanung. (Illustration zu dpa «Frühe Menschen waren gut in Raumplanung - Bester Ort für Feuer») Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Vermutlich eine selbstgebaute Feuerstelle hat einen Brand bei Großerlach ausgelöst (Symbolbild).

dpa/Klaus-Dietmar Gabbert
  • Auf der Erlacher Höhe brannte Wald nahe Großerlach – etwa 500 Quadratmeter waren betroffen.
  • Polizei vermutet eine selbstgebaute Feuerstelle als Ursache und ermittelt wegen Fahrlässigkeit.
  • 40 Kräfte mit acht Fahrzeugen löschten den Brand; verletzt wurde niemand.
  • Zeugen sollen sich beim Polizeiposten Murrhardt melden: Telefon 07192/5313.
  • Wegen Trockenheit warnt die Feuerwehr vor offenem Feuer und mahnt Zufahrten freizuhalten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein mutmaßlich fahrlässig verursachter Waldbrand hat am Dienstagmittag auf der Erlacher Höhe bei Großerlach einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wie das Polizeipräsidium Aalen mitteilt, soll eine bislang unbekannte Person durch eine selbstgebaute Feuerstelle den Brand entfacht haben. Rund 500 Quadratmeter Wald standen in Flammen, bevor die Feuerwehren aus Sulzbach und Großerlach das Feuer unter Kontrolle bringen konnten.

Insgesamt waren nach Angaben der Polizei 40 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Der Polizeiposten Murrhardt hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen und bittet Zeugen, sich unter Telefon 07192/5313 zu melden.

Rems-Murr-Kreis: Feuerwehr mahnt zu Vorsicht

Der Vorfall fällt in eine Phase erhöhter Wald- und Vegetationsbrandgefahr. Der Kreisfeuerwehrverband Rems-Murr warnt angesichts der trockenen Witterung eindringlich davor, im Wald oder in Waldnähe offene Feuer zu entzünden. Auch das Rauchen, Grillen sowie achtlos weggeworfene Glasflaschen oder Glasscherben könnten nach Angaben des Verbandes Brände begünstigen. Zudem appelliert die Feuerwehr an Waldbesucher, Zufahrtswege freizuhalten, damit Einsatzkräfte im Ernstfall schnell zum Brandort gelangen können.

Wie ernst die Gefahr derzeit ist, zeigen die verheerenden Wald- und Vegetationsbrände in Frankreich und Spanien. Dort kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen teils großflächige Feuer. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Der Brand bei Großerlach macht deutlich, dass bereits eine einzige unachtsame Handlung ausreichen kann, um auch hier einen größeren Waldbrand zu verursachen.

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Hohe Gefahrenwerte für Baden-Württemberg

Auch die aktuelle Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterstreicht die angespannte Lage. Der DWD veröffentlicht täglich einen sogenannten Waldbrandgefahrenindex sowie den Graslandfeuerindex auf einer Skala von 1 (sehr geringe Gefahr) bis 5 (sehr hohe Gefahr). Für Baden-Württemberg werden die Werte derzeit weiterhin im oberen Gefahrenbereich ausgewiesen.

Angesichts der anhaltenden Trockenheit dürfte deshalb in den kommenden Tagen weiterhin besondere Vorsicht im Wald und auf Freiflächen geboten sein – denn schon ein kleiner Funke kann unter den derzeitigen Bedingungen weitreichende Folgen haben. Die aktuellen Indizes sollten insbesondere vor Aufenthalten im Wald beachtet werden, da sie die witterungsbedingte Brandgefahr täglich neu bewerten.