Abriss-Streit in Stuttgart
: Nach Schocken-Trauma: Stuttgarts neue Abriss-Pläne rufen Debatten wach

Der geplante Abriss des brutalistischen Wittwer-Baus in Stuttgart entfacht eine bundesweite Diskussion um das architektonische Stadtbild. Eine Expertenrunde in den Wagenhallen spricht darüber, wie die Stadt mit ihrem architektonischen Erbe umgeht.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
Vom Abriss bedroht ist der Wittwer-Bau in Stuttgart

Vom Abriss bedroht ist der Wittwer-Bau in Stuttgart. Eine Architekturdebatte darüber findet in den Stuttgarter Wagenhallen statt.

STZN/Nicole Golombek
  • Abrisspläne für den brutalistischen Wittwer-Bau in Stuttgart lösen bundesweite Debatte aus.
  • Eigentümerin Dinkelacker AG will den Bau der späten 1960er Jahre durch einen Neubau ersetzen.
  • Diskussionsrunde in den Wagenhallen am Mittwoch, 17. Juni, 16.45 Uhr – Titel fragt nach Stuttgarts Abrisskurs.
  • Auf dem Podium: Martina Baum, Amber Sayah und Wilfried Dechau, Moderation: Klaus Füner.
  • Weitere Projekte werden vorgestellt, darunter das Quartier am Stöckachplatz und ein autofreies Areal in Backnang.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Viel ist in Stuttgart über ohne Not abgerissene Gebäude (das Kaufhaus Schocken von Erich Mendelsohn) und über beinahe zerstörte Bauten (die Markthalle von Martin Elsaesser) diskutiert worden. Der aktuelle Fall – der geplante Abriss des Wittwer-Baus – entfacht deutschlandweit neue Debatten. Selbst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet inzwischen darüber. Der brutalistische Bau der Architekten Kammerer + Belz aus den späten 1960er Jahren soll nach Plänen der Eigentümerin Dinkelacker AG abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Reißt sich Stuttgart immer noch ab?

„Stuttgart reißt sich (noch immer) selbst ab?“ heißt eine Diskussionsrunde am Mittwoch, 17. Juni, um 16.45 Uhr in den Wagenhallen. Auf dem Podium sitzen die Architekturprofessorin Martina Baum, die Architekturjournalistin und Vorständin der Kammerer-Stiftung, Amber Sayah, und der Fotograf und Architekt Wilfried Dechau; Klaus Füner von Heinze moderiert das Gespräch.

Die Veranstaltung ist Teil der Heinze-Architektour und findet in Kooperation mit der Architektenkammer Baden-Württemberg statt. Vorgestellt werden an dem Tag in den Wagenhallen mehrere architektonisch und städtebaulich relevante Projekte. Joel Harris von Harris + Kurrle Architekten aus Stuttgart präsentieren das von ihnen entworfene Quartier am Stöckachplatz.

Die  Umwandlung eines ehemaligen Krankenhaus-Areals in Backnang in ein autofreies Stadtquartier von Schilling Escher Steinhilber Architekten steht ebenso auf dem Programm wie ein Mietshäusersyndikats-Modell in der Reutlinger Oststadt von Fanclub Kollektives Eigenheim e.V. und ein in serieller Bauweise erstelltes Hoffnungshaus in Ulm-Gögglingen-Donaustetten, Julika Kirgis von andOffice aus Stuttgart spricht über dieses Projekt.

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