Blindgänger in Untertürkheim
: Weltkriegsbombe am Abend entschärft

Bei Arbeiten auf einer Baustelle des Bahnprojekts Stuttgart 21 ist am Dienstag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. So lief die Bergung.
Von
Christine Bilger
Stuttgart
  • Die Feuerwerker zeigen den unschädlich gemachten Zünder.

    red/jbo
  • Da der Zünder beschädigt war, musste die Bombe unmittelbar vor Ort entschärft werden.

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  • Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst waren vor Ort...

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  • ... und machten sich an die Entschärfung des Blindgängers.

    Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart
  • Die Fliegerbombe wog 250 Kilogramm.

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  • Nach der Entschärfung der Weltkriegsbombe kehrte in Untertürkheim die Normalität ein

    Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart
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In Untertürkheim ist am Dienstagabend ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die Fliegerbombe war am Nachmittag bei Bauarbeiten an der Augsburger Straße gefunden worden. Es handelte sich um eine 250 Kilogramm schwere Bombe amerikanischer Herkunft. Da der Zünder beschädigt war, musste die Bombe unmittelbar vor Ort entschärft werden.

Bei Baggerarbeiten wird die Bombe entdeckt

Gegen 15 Uhr stießen Bauarbeiter an der Augsburger Straße auf die Bombe. Die Bauarbeiten wurden sofort gestoppt und ein Sicherheitsbereich rund um die Fundstelle festgelegt. Bevor mit der Bergung und Entschärfung des Blindgängers begonnen werden konnte, mussten zuerst die angrenzenden Wohngebäude und ein Teil des Werksgeländes von Mercedes-Benz evakuiert werden. Betroffen waren laut der Polizei und der Feuerwehr rund 1000 Menschen.

Für evakuierte Anwohner richtete der Bevölkerungsschutz eine Notunterkunft in der Sporthalle der Linden-Realschule ein. Dort wurden rund 40 Personen betreut.

Der für den Abtransport vorbereitete Blindgänger

Foto: red/jbo

Gegen 19.30 Uhr meldeten die Einsatzkräfte, dass die Evakuierung abgeschlossen sei. Daraufhin machten sich die Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst an die Entschärfung des Blindgängers. Bereits 20 Minuten später war die Gefahr gebannt und die Bombe wurde per Lastwagen auf das Gelände des Kampfmittelbeseitigungsdienstes bei Sindelfingen gebracht, wo die Überreste vernichtet werden. Rund 90 Einsatzkräfte der Polizei waren an der Aktion beteiligt.

Wegen der Sperrung des Sicherheitsbereiches kam es auch zu Verkehrsbehinderungen. Die unmittelbar angrenzenden Straßen in Untertürkheim wurden gesperrt, während der Entschärfung zudem die Bundesstraße 14 und der Kappelbergtunnel.

Außerdem wurde der Stadtbahnverkehr unterbrochen und im Fernverkehr wurden weiträumige Umleitungen auf der Strecke von und nach Ulm eingerichtet. Der Regionalverkehr fiel größtenteils aus.

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