DAM Preis 2027: Spannend! Ein Stuttgarter Büro noch im Rennen um wichtigsten deutschen Architekturpreis

Ein Haus fast ohne Heizung - entworfen von nbundm* Architekten und Stadtplaner.
Sebastian Schels/DAM27- DAM Preis 2027: Nur noch ein Stuttgarter Büro steht auf der Shortlist.
- Wulf Architekten nominiert mit dem Museum Historische Oberamteistraße in Reutlingen.
- Jury wählte 23 Bauten aus 107 Nominierungen – Fokus auf Sanierung und Kreislaufprinzip.
- Viele Projekte stammen aus Sozial- und Bildungsbereich; auch große Wohnbauten sind vertreten.
- Aus Baden-Württemberg ebenfalls dabei: NordGrün in Karlsruhe von Drescher Michalski Architekten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf der Shortlist des DAM-Preises ist von den bemerkenswerten Projekten Stuttgarter Architekturbüros nur eines übriggeblieben, dreizehn an der Zahl waren ursprünglich noch auf der Longlist des vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt ausgelobten DAM-Preises 2027. Nun hat eine Jury aus 107 nominierten Projekten von Architektinnen und Architekten mit Sitz in Deutschland 23 Bauten auf die Shortlist gesetzt.
Ursprünglich waren 13 Stuttgarter Architekturbüros nominiert
Seit 2007 werden mit dem DAM Preis für Architektur jährlich herausragende Bauten in Deutschland ausgezeichnet. Bei zahlreichen Bauten handelt es sich in diesem Auslobungsjahr um Sanierungen und Umbauten im Bestand. Die Jury unter dem Vorsitz von Elisabeth Merk legte bei Ihrer Auswahl ganz offensichtlich größten Wert auf jene Bauweise, die die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft ernst nimmt.
Nicht das Löschen und Überschreiben der bestehenden Struktur, sondern das Offenlegen und Weitererzählen der gelebten Historie eines Bauwerks steht im Vordergrund. Die Juryvorsitzende Elisabeth Merk übrigens ist Architektin sowie Stadtbaurätin in München.
Viele Beispiele stammen aus den Bereichen Soziales und Bildung oder der Kombination aus beiden: seien es Schulen, Kantinen oder auch größere flexibel nutzbare Hallen, die als Begegnungszentren dienen. Mindestens so wichtig sind aber auch die größeren Wohnbauprojekte, die nun für die Shortlist ausgewählt wurden: etwa die Revitalisierung eines Wohnhochhauses in Lübeck (ppp Architekten und Stadtplaner) oder die durch Aufstockungen und interessante Nachverdichtungsmaßnahmen transformierte „Platensiedlung“ in Frankfurt durch das bekannte Büro Stefan Forster.
Innovativ - Wulf Architekten aus Stuttgart
Von den 13 nominierten Bauten von Stuttgarter Büros haben es nur noch wulf architekten auf die Shortlist geschafft, und zwar mit dem Museum Historische Oberamteistraße in Reutlingen. Wulf Architekten haben in der Altstadt von Reutlingen ein Haus aus Holz mit Tausenden von Glasziegeln eingehüllt.
Diese architektonische Geste ist kein Selbstzweck, sondern soll das kollektive Gedächtnis der Bürgerschaft anregen. Schließlich erinnert das aus gläsernen Biberschwanzziegeln gebaute Museum daran, das genau an dieser Stelle ein anderes Haus nicht mehr da ist, das Steinerne Haus nämlich. Ein Gebäude aus dem Mittelalter, das 1972 abgerissen wurde. Auch hier kommt das schon erwähnte architektonische Weitererzählen zum Tragen.

Der Stuttgarter Architektur und Gründer von Wulf Architekten, Tobias Wulf, hat auch schon mit einer komplett wiederverwertbaren Feuerwache für Aufsehen gesorgt. Nun ist sein Büro für den Reutlinger Glaspalast nominiert.
Lichtgut/Max KovalenkoEbenfalls schön aus baden-württembergischer Sicht ist das Projekt NordGrün von Drescher Michalski Architekten, die im Nordwesten von Karlsruhe ein in die Jahre gekommenes Betriebsgebäude in schöne, praktische Wohnungen verwandelt haben. Hier wurde wie in der erwähnten Siedlung in Frankfurt mit Aufstockungsmaßnahmen wertvoller Wohnraum geschaffen.
Welches Projekt am Ende reüssieren wird? Der Preisträger wird am 29. Januar 2027 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main bekanntgegeben.

























