Gartenbesitzer in Stuttgart
: Tigermücken-Larven schlüpfen jetzt in Regenpfützen

Die Asiatische Tigermücke will sich weiter in Stuttgart ausbreiten: Was müssen Gartenbesitzer jetzt beachten? Das Gesundheitsamt gibt Tipps.
Von
Regine Warth
Stuttgart
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Die weibliche Tigermücke (Aedes albopicts) ist sehr schnell nach dem Schlüpfen geschlechtsreif und braucht ihre erste Blutmahlzeit. Daher tritt sie dementsprechend aggressiv auf.

James Gathany/Centers for Disease Control and Prevention's/dpa

Die Regengüsse im Mai haben den Fortpflanzungstrieb der Tigermücke gefördert: Zumindest bittet das Gesundheitsamt Stuttgart Garten- und Balkonbesitzer aktuell schleunigst Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um einer Plage zuvorzukommen. Das Problem sind vor allem Blumentopf-Untersetzer, Gießkannen, Vogeltränken: „Durch die Regenfälle der vergangenen Tage haben sich in vielen Gärten, auf Balkonen und Terrassen zahlreiche Wasserbehälter gefüllt“, heißt es vom Gesundheitsamt. „Dadurch wurden zuvor abgelegte Eier der Asiatischen Tigermücke überspült und ein vermehrtes Schlüpfen von Larven ausgelöst.“

Zwar besteht für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Stuttgart aktuell keine Gesundheitsgefahr – auch wenn die tagaktive Stechmücke dafür bekannt ist, tropische Krankheiten wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika‑Viren übertragen zu können. Doch diese Erkrankungen seien in Deutschland nicht endemisch, kann Simon Friz, der Leiter des Teams Umwelthygiene und Hygienekontrolle beruhigen. Es gehe lediglich um vorbeugende Maßnahmen, um die Mückenzahlen zu begrenzen: „Durch steigende Temperaturen und milde Winter kann sich die Tigermücke weiter ausbreiten und das Risiko zunehmen, dass eine von einem Reiserückkehrer eingeschleppte Erkrankung weitergetragen wird.“

Wasserpfützen in Garten und auf Balkonen vermeiden

Was jetzt in Gärten und auf Balkonen wichtig ist, hat das Gesundheitsamt wie folgt zusammengefasst:

  • Kein stehendes Wasser: Unnötige Wasseransammlungen in Garten, auf Balkon oder Terrasse sollten sofort entfernt werden. Dazu gehören vollgelaufene Untersetzer, Eimer oder ähnliche Behältnisse, die von Tigermücken gern als Brutstellen benutzt werden.
  • Regelmäßig leeren: Das Wasser in Gießkannen, Vogel- und Igeltränken, Regentonnen und ähnlichen Gefäßen sollte mindestens einmal pro Woche geleert werden. Denn es braucht bei warmen Temperaturen nur sieben Tage, damit aus dem Ei einer Tigermücke ein ausgewachsenes Tier wird.
  • Reinigen und abdecken: Leere Wasserbehälter sollten grob geschrubbt werden, um anhaftende Eier zu entfernen. Regentonnen und andere Sammelgefäße für Wasser können mit entsprechenden Deckeln oder Netzen lückenlos überdacht werden. Auch verstopfte Regenrinnen sollten regelmäßig gereinigt werden, damit das Regenwasser abfließen kann.
  • Leere Behälter lagern: Nicht genutzte Untersetzer, Eimer, Schirmständer oder Autoreifen sollten geschützt und trocken aufbewahrt werden.
  • Gartenbesitzer, die einen Teich auf ihrem Grundstück haben, müssen dagegen keine Sorge haben: Nach Angaben von Friz sind naturnahe, belebte Teiche aufgrund natürlicher Fressfeinde in der Regel keine bevorzugten Brutstätten und müssen nicht behandelt werden.

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