Marga-von-Etzdorf-Platz: Vergessener Hitzeschutz - Stuttgarter Platz im TV

Der Marga-von-Etzdorf-Platz neben dem neuen Neckarpark-Quartier in Stuttgart-Bad Cannstatt: In einem TV-Beitrag äußern Passanten heftige Kritik.
Lichtgut/Max Kovalenko- ZDF zeigt den Marga-von-Etzdorf-Platz in Bad Cannstatt – Hitze macht ihn unbenutzbar.
- Ein Reporter misst vormittags 50 Grad Celsius, Passanten äußern starke Kritik.
- Der Platz wurde 2020 eröffnet, kostete 4,1 Millionen Euro und bleibt im Sommer leer.
- Baubürgermeister verneint Fehlplanung, kündigt Schattenspender bei Veranstaltungsplätzen an.
- Studie empfiehlt einen Uni-Pavillon für 400 Quadratmeter Schatten, Kosten: 1,3 Millionen Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Schon vormittags hat der Journalist im Auftrag des ZDF 50 Grad Celsius auf dem Marga-von-Etzdorf-Platz in Stuttgart-Bad Cannstatt gemessen. Das war am vergangenen Freitag. Dass sich das Fernsehen für den vergleichsweise kleinen Quartiersplatz interessiert, hat mit der Tatsache zu tun, dass die Stadt hier den Hitzeschutz vergessen hat.
Im Jahr 2020 war der neue Platz eröffnet worden. Sanierungskosten: 4,1 Millionen Euro. Es stellte sich schnell heraus, dass er - obschon für Veranstaltungen gedacht - im Sommer weitgehend menschenleer bleibt. Im Länderspiegel-Beitrag „Hammer der Woche“ (abrufbar in der ZDF-Mediathek) äußern sich Passanten zu der Situation.
Bereits vorab: Unkritische Stimmen hat das ZDF offenbar nicht gefunden. Die Kommentare reichen von „sehr schade“ über „eine Katastrophe“ bis hin zu: „Ich denk' mal, diejenigen, die hier geplant haben, standen selber noch nicht fünf Minuten hier in der Sonne rum.“
Das sagt der Stuttgarter Bürgermeister dazu
Diejenigen, die hier geplant haben, kommen in dem Beitrag auch zu Wort. Nämlich in Person des Stuttgart Baubürgermeisters Peter Pätzold. Von einer Fehlplanung könne seiner Einschätzung nach nicht die Rede sein. „Aber wir erkennen jetzt, dass wir bei allen befestigten Plätzen, die für Veranstaltungen da sind, im Sommer Maßnahmen ergreifen müssen, um für mehr Schatten zu sorgen.“
Die Stadt Stuttgart hatte im vergangenen Jahr eine Studie in Auftrag gegeben, wie man beim Marga-von-Etzdorf-Platz in Bad Cannstatt nachsteuern könnte. Das Ergebnis: Ein von der Uni Stuttgart entworfener Pavillon, der knapp 400 Quadratmeter der Fläche beschatten würde, würde 1,3 Millionen Euro kosten. Geld, das die Stadt Stuttgart derzeit nicht hat.
