: Immer mehr Stuttgarter Restaurants nehmen No-Show-Gebühren
Lange haben sich die Gastronomen geziert, aber nun setzt sich die Gebühr für kurzfristige Absagen durch. In der Speisemeisterei schlägt ein No Show mit 150 Euro zu Buche, auch andere Sternerestaurants stellen fürs Nichterscheinen eine Rechnung aus.
Kostet ihn täglich eine halbe Stunde: Andreas Hettinger, neuer Inhaber vom Restaurant Délice, telefoniert jeden Tag seine Gästeliste ab. Eine Gebühr für kurzfristige Absagen verlangt er nicht.
Lichtgut/Leif Piechowski
Feinstarbeit in der Speisemeisterei: zum Apéro wird Avocado mit Limette serviert. Eine solche Vorspeise muss vorbereitet werden. Wenn die Gäste am Abend nicht wie angekündigt kommen, landet sie im Mülleimer.
Speisemeisterei
Jan Tomasic mit seinen Köchen Kevin Paz Jimenez und Felix Herp (Mitte). Sie haben ihn davon überzeugt, die No Show-Gebühr einzuführen. Im Hegel Eins gibt es schließlich nur fünf Tische. Und ein Menüabend ist eine Performance wie eine Theateraufführung oder ein Konzert, findet auch der Gastronom.
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Im Hegel Eins wird schließlich ebenfalls auf sehr hohem Niveau gekocht und für jede Reservierung das Menü vorbereitet.
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Im Ritzi verlangt Ben Benasr 40 Euro für ausgefallene Reservierungen, in seinem Gourmetbereich kostet es 60 Euro, wenn der Tisch später als 24 Stunden vorher abgesagt wird. Doch bis Ende März macht seine Haute Cuisine noch Pause.
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Verzichtet auf die Stornierungsgebühr: Michael Zeyer befürchtet, dass die Eingabe der Kreditkartendaten bei der Reservierung eine Hemmschwelle sein könnte.
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Sven Lacher und Cindy Volkmer wollen sich erst einmal auf dem Killesberg etablieren, bevor sie für No Shows im New Josch ein Ausfallhonorar verlangen.
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Ziemlich versteckt im Hinterhof befindet sich das Délice, 16 Personen haben in dem Restaurant Platz.
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Der Sternekoch Andreas Hettinger hat den Betrieb zum 1. Februar von Evangelos Pattas übernommen, für den er schon seit Jahren kocht.