Serie in Stuttgart
: Polizei schnappt Einbrecher, die 35 Taten begangen haben sollen

Seit März hält eine Serie von Kellereinbrüchen in der Stuttgarter Innenstadt an. Jetzt sitzen drei Tatverdächtige in Haft – und jede Menge Beutestücke suchen ihre Besitzer.
Von
Jürgen Bock
Stuttgart
In den vergangenen Tagen kam es in Hennigsdorf zu mehreren Kellereinbrüchen.

ILLUSTRATION - 08.10.2016, Baden-Württemberg, Rottweil: Ein fiktiver Einbrecher hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (gestellte Szene). (zu dpa: «Kriminalstatistik Baden-Württemberg» vom 16.03.2018) Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zwei Männer und eine Frau sollen seit März in Stuttgart 35 Keller aufgebrochen und durchwühlt haben.

Silas Stein/dpa
  • Polizei nimmt drei Verdächtige fest, die für 35 Kellereinbrüche in Stuttgart stehen sollen.
  • Tatzeitraum laut Polizei: zwischen 24. März und Ende Juni, vor allem Innenstadt betroffen.
  • Vorgehen: Einstieg durch offene Haustüren, Aufbruch von Türen und Vorhängeschlössern.
  • Festnahme nach Zeugenhinweis in der Heusteigstraße – zwei Männer gestellt, Frau in Wohnung entdeckt.
  • Große Menge mutmaßlicher Beute sichergestellt, Eigentümer gesucht: Hinweise an 0711/8990-5778.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Meldungen treffen seit einigen Monaten fast täglich ein. Ein aufgehebelter Keller hier, ein Einbruch in einem Kellerraum dort. Besonders in der Stuttgarter Innenstadt war gefühlt kaum ein Untergeschoss mehr sicher. Durchwühlte Räume, verschwundene Wertgegenstände in vielen Häusern. Doch damit könnte nun erst einmal Schluss sein.

Die Polizei hat am Montag drei Verdächtige festgenommen, die für die Serie mit insgesamt 35 Einbrüchen verantwortlich sein sollen. Sie sollen dabei jeweils mit der gleichen Methode vorgegangen sein: Sie sollen auf eine Gelegenheit gewartet haben, um über eine offene Hauseingangstür in die Gebäude zu gelangen. Danach nahmen sie sich die Räume in den Untergeschossen vor, brachen Vorhängeschlösser und Türen auf. „Der Tatzeitraum liegt zwischen 24. März und Ende Juni“, sagt Polizeisprecherin Daniela Treude. Der Gesamtwert der gestohlenen Gegenstände liegt bei mindestens mehreren Tausend Euro, dazu kommt der Sachschaden.

Aufgeflogen ist das Trio bei einem weiteren Einbruchsversuch im Stuttgarter Süden. Ein Zeuge alarmierte die Polizei am frühen Montagmorgen gegen 4 Uhr, weil er zwei Männer beobachtet hatte, die in einen Keller an der Heusteigstraße eingestiegen sein sollen. Polizeibeamte trafen die beiden 27 und 33 Jahre alten Tatverdächtigen an der Mozartstraße an und nahmen sie fest. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung stießen die Ermittler auf eine 39 Jahre alte Frau, die ebenfalls festgenommen wurde.

In der Wohnung fanden sich auch große Mengen an mutmaßlicher Beute und Einbruchswerkzeug. Die drei Tatverdächtigen mit slowakischer beziehungsweise slowenischer Staatsangehörigkeit sind am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser erließ Haftbefehl und wies die drei in Justizvollzugsanstalten ein. Ob das Trio nur zum Zweck der Einbrüche nach Stuttgart gekommen ist, ist noch offen.

Wem gehören die Beutestücke?

Damit sind die Fälle aber noch nicht gelöst. Denn jetzt stellt sich die Frage: Wem gehört welches Diebesgut? In der Wohnung haben die Ermittler eine vierstellige Zahl an mutmaßlichen Beutestücken gefunden, darunter eher Banales wie Alkoholika, aber auch Schmuckstücke, Münzen, Gemälde, Uhren und Markenwaren. Die Ermittlungen auch zu den Eigentümern dauern deshalb an. Die Ermittler bitten Zeugen und Geschädigte, sich unter der Rufnummer 0711/8990-5778 bei der Kriminalpolizei zu melden.

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