Skate Week (SKTWK): Was Stuttgart so attraktiv für Skater macht – „Ideale Bedingungen für Skater“
Dominik ist extra aus der Schweiz zur Skate Week (SKTWK) nach Stuttgart angereist: Deutschlands größtes Skateboarding-Festival wollte sich auch der junge Mann aus Zürich nicht entgehen lassen. „In dem Ausmaß gibt es das nur einmal im Jahr“, sagt er am Samstagabend an der Freitreppe am Kleinen Schlossplatz. Fünf Tage lang – vom 10. bis 14. September – haben Skater die Landeshauptstadt erobert und auf dem Marktplatz, vor der Liederhalle oder quer durch den Kessel ihre Tricks gezeigt.
Skate Week in Stuttgart – „Ideale Bedingungen für Skater“
Am Samstagabend treffen sich viele von ihnen an der Freitreppe, kaum ein Platz auf den Stufen bleibt leer, manche funktionieren ihre Boards zu Sitzplätzen um. Ein leichter Duft von Marihuana liegt in der Luft, manche ziehen genüsslich an ihren Joints, andere nehmen lieber einen Schluck aus der Dose Monster-Energy.
Vorne auf der Leinwand werden die spektakulärsten Sprünge über Geländer, an Treppen entlang oder über künstlich errichtete Hindernisse gezeigt – auch aus den vergangenen Tagen. „Stuttgart, we did it again. Wir hatten eine geile Zeit“, ruft Moderator Fabian Lang in sein Mikrofon. Der Skater aus München sagt später unserer Zeitung: „Die Architektur, die Infrastruktur und die Akzeptanz in der Stadt bieten ideale Bedingungen für Skater.“
Skate Week: Zwei Jahre Düsseldorf, zwei Jahre Frankfurt, zwei Jahre Stuttgart
Im Alter von 13 Jahren hat er sich zum ersten Mal mit seinem Skateboard auf den Weg in eine der attraktivsten Skater-Städte gemacht: „Ich kannte Stuttgart aus den Skate-Videos“, erzählt Lang. Von da an wollte er jedes Jahr in Baden-Württembergs Hauptstadt, um seiner Leidenschaft nachzugehen. „Es gibt viele internationale Pro-Skater, die nach Stuttgart kommen“, sagt er. Kein Wunder, dass sich auch die Organisatoren der Skate Week wieder für den Kessel entschieden haben.

Am Samstagabend treffen sich viele Skater an der Freitreppe am Kleinen Schlossplatz.
Foto: Lichtgut/Ferdinando IannoneIm Jahr 2018 hat das Skate-Festival in Deutschland seinen Start gefeiert: Erst zwei Jahre in Folge in Düsseldorf, dann nach der Corona-Pandemie in den Jahren 2022 und 2023 in Frankfurt – und im vergangenen sowie in diesem Jahr in Stuttgart. Hier hat auch für Phil Anderson alles angefangen: Als „Stuttgarter Local“ wird er von Fabian Lang am Samstagabend anmoderiert. „Thank you Stuttgart, thank you Skateboarding“, ruft Anderson ins Mikro.
Skate Week: Stadt Stuttgart und Baden-Württemberg-Stiftung unterstützen
„Stuttgart ist wie ein großer Skatepark, eine ganz besondere Skate-Stadt“, sagt er später unserer Zeitung. Ursprünglich kommt Anderson aus Böblingen, aber mittlerweile gehört er seit rund 25 Jahren zur Stuttgarter Skate-Szene. „Hier am Schlossplatz hat meine Geschichte angefangen“, sagt er. Die Treppen und Rampen rund um den zentralen Platz lassen das Skater-Herz höher schlagen.
„Es ist ein Sport, den man überall und quasi ohne Öffnungszeiten ausüben kann. Und man lässt seiner Kreativität freien Lauf“, sagt Anderson. Am Sonntag kommen die Skater zum Ende der Skate Week noch einmal zusammen: Beim U16-Contest im „Stuttpark Bad Cannstatt“ messen sich dann die ganz jungen Skater. Auch ein Skateboard-Flohmarkt findet dort statt.
„Gerade in dicht bebauten Innenstädten, in denen Kinder und Jugendliche oftmals zu wenig Bewegungsraum finden, ist Skateboarding ein Impulsgeber für neue Perspektiven auf urbanen Flächen“, heißt es in einer Mitteilung von der Stadt Stuttgart, dessen Amt für Sport und Bewegung die Skate Week unterstützt. Auch die Baden-Württemberg Stiftung fördert die mehrtägige Veranstaltung. „Skateboarding ist ein generationsübergreifender Sport“, sagt Phil Anderson, „und das repräsentiert auch die Skate Week“.










