Stuttgart weit vorn
: Nopper zu Lebensqualität-Ranking: „Widerlegt einige ‚ewige Bruddler'“

Wie gut lebt es sich im Kessel? Für den Rathaus-Chef ist die Antwort eindeutig. Bei den Stuttgarter und Stuttgarterinnen gehen die Meinungen auseinander.
Von
Michael Bosch
Stuttgart
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Rundgang durch das neue Haus des Tourismus auf dem Stuttgarter Marktplatz. Morgen oder Übermorgen soll die offizielle Eröffnung stattfinden. Armin Dellnitz führt durch das fast fertige Haus und die Dachterrasse.

Wie lebenswert ist Stuttgart? Rathaus-Chef Nopper meint: die Bruddler bruddeln oft zu unrecht.

Archiv/Lichtgut/Leif Piechowski
  • Stuttgart belegt im Numbeo-Lebensqualität-Index Platz sieben weltweit.
  • Es ist die einzige deutsche Stadt in den Top-10 – das Rathaus betont die Bedeutung.
  • OB Frank Nopper freut sich und sieht Kritik von „ewigen Bruddlern“ widerlegt.
  • Befürworter loben Parks, Kultur und Kessel-Lage mit Wald, Hügeln und Weinbergen.
  • Viele äußern auch Kritik: Baustellen, geringe Aufenthaltsqualität, geteilte Einschätzungen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wie gut lebt es sich in Stuttgart? Wenn man dem Lebensqualität-Index von Numbeo Glauben schenkt, dann ziemlich gut. Zumindest im Vergleich mit anderen Großstädten weltweit. Die Landeshauptstadt rangiert dort als einzige deutsche Stadt in den Top-10. In dem Ranking werden verschiedene Indizes – unter anderem zu Kaufkraft, Lebenshaltungskosten, Umweltverschmutzung oder Gesundheitsversorgung – zu einem Wert zusammengefasst. Stuttgart kommt auf den siebten Platz.

Stuttgart weit oben – im Rathaus sieht man das naturgemäß genauso. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) ist regelrecht begeistert: „Es freut mich riesig, dass Stuttgart im internationalen Vergleich im Numbeo-Lebensqualität-Ranking den Spitzenplatz unter den deutschen Großstädten einnimmt“, teilt er auf die Berichterstattung unserer Zeitung hin mit. Er sieht darin ein „starkes Indiz dafür, dass Stuttgart zu den attraktivsten Metropolen in Europa gehört. Es widerlegt einige ‚ewige Bruddler‘. Und es spornt uns an, täglich noch besser zu werden“.

„Man kann sich diese Stadt auch schönreden. Ich versuch das seit 25 Jahren“

In den sozialen Medien finden sich etliche Stimmen, die einen ähnlichen Ton wie Nopper anschlagen. Manche singen in der Kommentarspalte gar regelrechte Hymnen auf den Kessel. Unter einem Beitrag zu dem Thema auf Instagram schreibt eine Nutzerin Beispielsweise: Eine „Neigschmeckte“ aus dem Ruhrpott kann „bestätigen, dass diese Stadt 1000x schöner ist als jede Stadt in meiner Heimatregion. Allein dieser riesige Wald, die Hügel und Höhen, Weinberge und Schlösser.“

Winzer Simon Mischke : Stuttgart, Baden-Württemberg, 14.08.2026:
Weinszene ist geprägt von kleinen Betrieben. Ohne Leute wie Simon Mischke gbäe es viel weniger Weinberge in der Stadt. Er hat die Reben in Wangen von seinem Großvater übernommen.

Im Bild: Blick von einem Weg in dein Weinbergen auf Wangen (Im Vordergrund ist kein Weinberg von Mischke).


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Weinbau mitten in der Stadt, das gibt's in keiner anderen deutschen Großstadt. Für viele Stuttgarter ein großes Plus.

Lichtgut/Julian Rettig

Eine andere Userin meint: „Wir sind vor über 40 Jahren nach Stuttgart gekommen und lieben jetzt diese Stadt, die unser Zuhause geworden ist. Sie bietet so viel kulturell und die Menschen hier sind so freundlich und haben es uns so leicht gemacht wieder Heimat zu finden.“ In vielen positiven Kommentaren zur Stadt werden vor allem die schönen Parks, das kulturelle Angebot und die einmalige Kessel-Lage gepriesen.

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Wie immer liegt die Schönheit, oder in diesem Fall die empfundene Lebensqualität, im Auge des Betrachters. Und auch in den Kommentaren finden sich viele, die die gute Platzierung nicht nachvollziehen können. „Schreckliche Stadt. Null, wirklich null Aufenthaltsqualität nirgendwo“, heißt es beispielsweise. Oder: „Bin froh das ich weggezogen bin, seitdem ist meine Lebensqualität extrem gestiegen. Dieses Ranking kann man definitiv nicht ernst nehmen.“

Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Es ist nicht alles gut, aber beileibe auch nicht alles schlecht. Das sehen auch einige Stuttgarter und Stuttgarterinnen so: „Es stimmt beides irgendwie“, schreibt eine Leserin. „Es gibt zu viele Baustellen, manche bruddeln echt zu viel, genauso gibt es aber coole nette und offene Leute, und mega schöne Plätze, Straßen, Viertel… allein die Hanglagen mit den vielen Aussichtspunkten und Weinbergen.“

Manch einer ringt auch sichtlich mit sich, wenn es um die Bewertung seiner Heimat geht: „Man kann sich diese Stadt auch schönreden. Ich versuch das seit etwa 25 Jahren täglich und immer noch mit wechselndem Erfolg. Das ist ein hartes Stück Arbeit. Aber ich gebe gern zu: es sind Luxusprobleme. Verdammte Luxusprobleme. Und ich möchte mit niemand tauschen...“