Umfrage unserer Redaktion: Das ist das Stuttgart-Unwort des Jahres

Der Stuttgarter Hauptbahnhof – beziehungsweise Dinge, die an ihm nerven – ist mehrfach im Ranking vertreten.
Archiv/Christoph Schmidt/dpa- Online-Umfrage: „Stammstreckensperrung“ gewinnt klar als Stuttgart-Unwort des Jahres.
- Fast 2000 Teilnehmende stimmten ab, 36,9 Prozent wählten den Siegerbegriff.
- Platz 2 belegt „Fernwanderweg“ am Hauptbahnhof mit 17,0 Prozent – Wege sollen bald kürzer werden.
- „Baustelle“ folgt mit 13,0 Prozent, „Autokrise“ erreicht 7,6 Prozent.
- Weitere Plätze: „Rehbraun“, „San Francisco“, „Opernsanierung“, „Nagelsmann-Undav-Hassliebe“, „Superblock“, „Wittwer-Abriss“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jeden Sommer müssen sich Menschen aus Stuttgart und der Region, die auf die S-Bahn angewiesen sind, mit lästigen Ausfällen und Umwegen auseinandersetzen. Von der Stammstreckensperrung haben offenbar viele die Schnauze voll. Ein Indiz: Der Begriff hat bei der Abstimmung zum Stuttgart-Unwort des Jahres unserer Redaktion mit weitem Abstand gewonnen.
Insgesamt beteiligten sich fast 2000 Leserinnen und Leser an der Online-Umfrage, mehr als jeder Dritte (36,9 Prozent) wählte die „Stammstreckensperrung“. Befragt hatten wie unsere Leserinnen und Leser online sowie über unsere WhatsApp-Kanäle von StZ und StN.
Stuttgart, Stadt der Baustellen - das zeigt sich im Ranking
Auch der zweite Platz hat mit der Bahn zu tun. Als „Fernwanderweg“ ist der Umweg, den Reisende am Stuttgarter Hauptbahnhof zu den Gleisen zwangsweise nehmen müssen, bekannt geworden. Unter anderem war er in einer Wander-App als „Highlight“ eingetragen worden. Für 17 Prozent der Teilnehmer ist er das Stuttgarter Unwort des Jahres. Immerhin: die Wege auf der S21-Großbaustelle sollen bald kürzer werden.

Fast 2000 Menschen beteiligten sich an unserer Umfrage zum Stuttgart-Unwort.
Archiv/www.imago-images.deKnapp dahinter (13 Prozent) rangiert die „Baustelle“. Die lässt sich sowohl auf die Großprojekte in Stuttgart als auch die vielen Baustellen im Stadtgebiet allgemein beziehen – und auch die nerven die Menschen im Kessel offenbar gewaltig.
Apropos Baustellen: Auch in der Autoindustrie gibt es davon jede Menge. Die Krise derselben ist zumindest im Wortsinn für die Leserinnen und Leser unserer Zeitung nicht so eklatant, dass sie sie aufs Treppchen gewählt hätten. 7,6 Prozent für die „Autokrise“ bedeuten Platz vier.
Die Begriffe „Rehbraun“ und „San Francisco“, die die CDU-Politiker Manuel Hagel im Landtagswahlkampf beziehungsweise der Stuttgarter OB Frank Nopper zuletzt immer wieder im Zusammhang mit dem vermeintlichen Niedergang der Landeshauptstadt prägten, landen auf den weiteren Plätzen.
So sieht das komplette Ranking zum Stuttgarter Unwort des Jahres 2026 aus:
- Platz 1: Stammstreckensperrung (36,9 Prozent)
- Platz 2: Fernwanderweg (17,0%)
- Platz 3: Baustelle (13,0%)
- Platz 4: Autokrise (7,6%)
- Platz 5: Rehbraun (6,1%)
- Platz 6: San Francisco (4,4%)
- Platz 7: Opernsanierung (4,2%)
- Platz 8: Nagelsmann-Undav-Hassliebe (4,1%)
- Platz 9: Superblock (3,5%)
- Platz 10: Wittwer-Abriss (3,3%)
Einige Leser haben in der Vorauswahl, die unsere Redaktion getroffen hat, Begriffe vermisst. Unter anderem sei das „Stuttgart Sign“ ein würdiger Kandidat gewesen wäre. Der Plan, den Schriftzug, der fast eine halbe Million Euro gekostet hätte, anzuschaffen, ist inzwischen aber verworfen worden.
