Videoumfrage
: Alkoholverbot am Bahnsteig? Das denken die Stuttgarter darüber

Nach gewalttätigen Übergriffen hat die Bahnchefin ein Alkoholverbot in Bahnhöfen angekündigt. Viele Stuttgarter Bahnkunden finden das gut. Aber sie sehen auch ein Problem.
Von
Eberhard Wein,
Christian Milankovic
Stuttgart
ILLUSTRATION - Eine junge Frau hält am 01.12.2011 auf einem Bahnsteig an der S-Bahn Haltestelle Hackerbrücke in München (Oberbayern) eine Bierflasche in der Hand. In U-Bahnen, Bussen und Trambahnen innerhalb des MVV-Gebiets dürfen die Passagiere schon seit Mitte 2009 keinen Alkohol mehr konsumieren, zum Fahrplanwechsel am Sonntag (11.12.2011) tritt das Konsumverbot nun auch in den S-Bahnen in Kraft. Mehr als 1600 Menschen haben sich kurz vor dem Start des Alkoholverbots an diesem Wochenende zu einem kollektiven Trinkgelage in den Zügen verabredet. Über die Internetplattform Facebook planen sie das «MVV-Abschiedstrinken». Foto: Sven Hoppe dpa/lby ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Lassen sich S-Bahn-Verspätungen überhaupt ohne Alkohol ertragen? Auch das fragen sich manche Stuttgarter.

Sven Hoppe/dpa
  • Die Bahn plant ein striktes Alkoholverbot an allen Bahnhöfen bis Mitte Oktober 2026.
  • Stuttgart und die Region wären betroffen – Erfahrungen aus Hamburg gelten als positiv.
  • In Köln und Frankfurt am Main gilt ein solches Verbot bereits seit diesem Jahr.
  • Befragte am Stuttgarter Hauptbahnhof sind gespalten: sinnvoll, aber schwer durchsetzbar.
  • Kritische Frage bleibt, ob Kontrollen bei Wasen oder VfB-Spielen reichen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Köln wird es schon erprobt, in Hamburg sind die Erfahrungen positiv. Bis Mitte Oktober 2026 will die Deutsche Bahn an allen ihren Bahnhöfen ein striktes Alkoholverbot einführen. Auch die Bahnhöfe in Stuttgart und der Region werden von der Trockenlegung betroffen sein. Aber was halten die Stuttgarter davon?

Wir haben Reisende am Hauptbahnhof befragt. Die Reaktionen sind unterschiedlich. Sinnvoll oder sinnlos? Da herrscht keineswegs Einigkeit an der Bahnsteigkante. Viele haben schon unter alkoholisierten Mitreisenden gelitten, andere finden den Vorstoß geradezu lächerlich. Und lässt sich ein Verbot überhaupt durchsetzen, wenn Wasenzeit ist oder der VfB spielt?

Schon heute gibt es in der Republik Bahnhöfe, an denen Alkoholkonsum außerhalb von gastronomischen Betrieben nicht gestattet ist. Stellvertretend nennt die DB den Hamburger Hauptbahnhof. In Frankfurt am Main gilt eine entsprechende Regelung seit 1. Mai dieses Jahres. Bereits einen Monat früher trat sie in Köln in Kraft.