Flughafen-Streik in Spanien
: Hier wird über Ostern gestreikt

An mehreren spanischen Flughäfen kommt es seit dem 30. März zu Einschränkungen im Flugverkehr durch Streiks.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Auch der Flughafen in Palma de Mallorca ist betroffen.

Iurii Dzivinskyi / shutterstock.com

In Spanien hat am 30. März beim Bodenabfertiger Groundforce ein unbefristeter Streik begonnen. Hintergrund sind nach Angaben der Gewerkschaften Streitigkeiten über die Einhaltung des Tarifvertrags sowie Reallohnverluste. Betroffen ist das sogenannte Handling, also zentrale Abläufe am Boden wie Passagierabfertigung, Gepäck, Fracht, Abläufe auf dem Vorfeld und weitere Dienstleistungen rund um den Flugzeugbetrieb.

An welchen Flughäfen wird gestreikt?

Der Streik betrifft Groundforce-Beschäftigte an mehreren spanischen Flughäfen. Hier wird gestreikt:

  • Barcelona
  • Madrid
  • Alicante
  • Valencia
  • Palma de Mallorca
  • Ibiza
  • Málaga
  • Las Palmas
  • Teneriffa
  • Lanzarote
  • Fuerteventura
  • Bilbao
  • In einer schriftlichen Erklärung des spanischen Verkehrsministeriums werden zudem Arbeitsniederlegungen an den Standorten Zaragoza, Gran Canaria und Sevilla genannt.

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    Welche Auswirkungen haben die Streiks?

    Die Arbeitsniederlegung kann den Flugverkehr deutlich beeinträchtigen. Da Groundforce bei der Bodenabfertigung unter anderem Aufgaben bei Passagieren, Gepäck, Fracht, Vorfeldbetrieb, Reinigung sowie Flugvorbereitung übernimmt, sind insbesondere längere Abfertigungszeiten, Verspätungen und auch Flugausfälle möglich.

    Nach Angaben des spanischen Verkehrsministeriums könnten während der Streiktage mehr als eine Million Passagiere betroffen sein. Gleichzeitig wurden umfangreiche Mindestdienste festgelegt, um zentrale Verbindungen aufrechtzuerhalten .

    Wie stark Flüge betroffen sind, hängt dabei von der jeweiligen Strecke ab:

  • Inlandsflüge zu Inseln (z. B. Kanaren, Balearen): Hier sollen rund 70 bis 80 Prozent der Verbindungen stattfinden.
  • Internationale Flüge und längere Strecken innerhalb Spaniens: Etwa 55 bis 60 Prozent der Flüge bleiben bestehen.
  • Kurzstrecken innerhalb des Festlands (unter 5 Stunden Alternativreisezeit): Hier wird nur etwa 30 Prozent des Flugangebots abgesichert.
  • Zusätzlich werden 100 Prozent der Flüge mit besonderer Bedeutung durchgeführt, etwa für medizinische Transporte, Rettungseinsätze oder sicherheitsrelevante Aufgaben.
  • Für Reisende bedeutet das: Auch wenn viele Flüge stattfinden, ist insgesamt mit einem deutlich reduzierten Angebot und spürbaren Verzögerungen zu rechnen – vor allem auf stark frequentierten Inlandsstrecken.

    Wann und wie lange wird gestreikt?

    Der Streik ist unbefristet. Gestreikt wird jeweils montags, mittwochs und freitags in drei Zeitfenstern:

  • von 5 bis 7 Uhr
  • von 11 bis 17 Uhr
  • von 22 bis 24 Uhr
  • Die aktuelle Regelung zu den Mindestdienstleistungen an den Flughäfen gilt zunächst bis zum 29. April 2026. Sollte der Streik bis dahin nicht beendet sein, wäre laut Ministerium eine neue Entscheidung zu den Mindestdienstleistungen nötig.