Gefakte Nachrichtenportale: Betrug mit Merz, Weidel und Co. über Pornoseiten

Mit gefälschten Nachrichtenportalen versuchen Betrüger derzeit das schnelle Geld zu machen (Symbolbild).
Archiv/Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Betrüger nutzen gefälschte Nachrichtenseiten, um Nutzer zu Investitionen zu drängen.
- Avast blockte in drei Tagen mehr als 150.000 Zugriffe auf solche Webseiten.
- Prominente wie Merz, Weidel, Chrupalla und Gysi werden mit erfundenen Interviews gezeigt.
- Der Trick startet über Porno-Seiten – ein Fake-Portal öffnet sich unbemerkt im Hintergrund.
- Nach Dateneingabe auf „Quantum AI“ oder „Solenavio“ drängt ein Callcenter zu mindestens 250 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Betrüger fahren derzeit offenbar eine massive Kampagne unter dem Deckmantel großer Nachrichtenseiten wie Tagesschau, ZDF-„Heute“ und Bild. Spezialisten des Sicherheitssoftwaredienstleisters Avast berichten, dass innerhalb von drei Tagen mehr als 150.000 Zugriffe auf betrügerische Webseites blockiert worden seien.
Die Seiten nutzten Fotos von Politikern wie Friedrich Merz, Tino Chrupalla, Alice Weidel und Gregor Gysi, sowie von bekannten Persönlichkeiten wie Carsten Maschmeyer oder dem verstorbenen Regisseur Tarek Ehlail, heißt es in einer Mitteilung. Dazu würden frei erfundene Interviews und Berichte konstruiert, in denen die Promis angeblich hohe Gewinne mit geheimen KI-Investitionsplattformen erzielt haben. Das Ziel: Nutzer sollen ebenfalls Geld investieren.
Nutzer werden von Callcenter kontaktiert
Häufig werden solche Betrügereien über Social Media lanciert. Im aktuellen Fall haben sich die Täter einen anderen Weg ausgedacht. Besuchen Nutzer bestimmte Porno-Seiten und klicken dort auf ein Video, öffnet sich unbemerkt im Hintergrund ein gefälschtes Nachrichtenportal, das erst nach Schließen der ursprünglichen Seite sichtbar wird.
Wer dort auf Plattformen wie „Quantum AI“ oder „Solenavio“ persönliche Daten hinterlässt, wird anschließend von einem Callcenter kontaktiert und zu einer Einzahlung von mindestens 250 Euro gedrängt. Auf der Plattform werden daraufhin vermeintliche Gewinne angezeigt, eine Auszahlung des Geldes erfolgt jedoch nicht.