Kolumbien
: Regierung ruft nach schwerem Erdbeben den Notstand aus

Nach einem schweren Erdbeben in Kolumbien ruft die Regierung  den nationalen Notstand aus – und entsendet das Militär.
Von
epd
Berlin, Bogotá
111 killed, 87 injured as magnitude 7.4 earthquake strikes Colombia: 111 killed, 87 injured as magnitude 7.4 earthquake strikes Colombia PEREIRA, COLOMBIA - AUGUST 10: Residents and rescue workers carry out search, rescue and evacuation operations after a powerful earthquake struck Colombia, killing at least 18 people and causing widespread damage in Pereira, on August 10, 2026 in Pereira, Colombia. Preliminary reports indicate that several structures collapsed, buildings and roads were damaged, and some public services were temporarily disrupted. Hospitals activated emergency plans to treat the injured, while technical teams began assessing damaged buildings as authorities warned residents to avoid unsafe structures and remain alert for aftershocks. Alexis Munera / Anadolu Pereira Colombia. Editorial use on PUBLICATIONxNOTxINxTURxUSAxCANxUKxJPNxITAxFRAxAUSxESPxBELxKORxRSAxHKGxNZL Copyright: x2026xAnadoluxAlexisxMunerax

Die Menschen suchen unter den Trümmern nach Vermissten.

IMAGO/Alexis Munera
  • Kolumbien ruft nach einem Erdbeben den nationalen Notstand aus.
  • Das Beben der Stärke 7,4 ereignete sich nahe San José Del Palmar, nördlich von Bogotá.
  • Laut Regierung starben über 110 Menschen, mehr als 1.500 Häuser sind unbewohnbar.
  • Militär sucht unter Trümmern nach Überlebenden – berichtet „El Espectador“.
  • Betroffen ist eine sehr arme Region im Departement Chocó mit schwacher Infrastruktur.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Kolumbien hat die Regierung nach einem Erdbeben den nationalen Notstand ausgerufen. „Ich werde an der Spitze dieser nationalen Notlage stehen und unermüdlich durch das Land reisen, um die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen“, erklärte Präsident Abelardo de la Espriella am Montagnachmittag (Ortszeit) auf der Internet-Plattform X.

Am Montagmorgen hatte sich das Erdbeben der Stärke 7,4 in der Gemeinde San José Del Palmaretwa 250 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bogotá ereignet. Laut ersten Zählungen der Regierung sind mehr 110 Personen ums Leben gekommen, und über 1.500 Häuser sind zunächst unbewohnbar.

Militär soll nach Überlebenden suchen

Als Sofortmaßnahme habe die Regierung das Militär entsandt, das unter den Trümmern nach Überlebenden suchen soll, berichtet die Zeitung „El Espectador“. Das Erdbeben trifft die ärmste Regionen des Landes. Im Departement Chocó fehlt es an öffentlicher Infrastruktur, knapp 70 Prozent der Bevölkerung gelten laut offiziellen Angaben als arm, da sie weniger als 120 Euro pro Person im Monat zur Verfügung haben. Große Teile der Region werden zudem von bewaffneten Gruppen kontrolliert.

Die Gegend ist für regelmäßig auftretende Erdbeben bekannt. 1999 verwüstete ein Beben der Stärke 6,9 die Stadt Armenia. Damals starben mehr als 1.000 Menschen.