Kronprinzessin Victoria
: Darum trägt sie die rosa Schleife gegen Krebs

Schwedens Kronprinzessin Victoria (49) hat bei einem Besuch in einerm Stockholmer Krankenhaus ein Zeichen im Kampf gegen den Brustkrebs gesetzt.
Von
Katrin Jokic
Stockholm
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Kronprinzessin Victoria besucht eine Mammographieklinik im Rahmen ihrer Schirmherrschaft für die „Pink Ribbon“-Kampagne.

Kronprinzessin Victoria besucht eine Mammographieklinik im Rahmen ihrer Schirmherrschaft für die „Pink Ribbon“-Kampagne.

IMAGO/TT

Anfang Oktober besuchte Kronprinzessin Victoria das Södersjukhuset in Stockholm. Die 49-Jährige, die als Schirmherrin der schwedischen „Rosa Bandet“-Kampagne engagiert ist, informierte sich dort über die Früherkennung von Brustkrebs und kam mit Betroffenen ins Gespräch.

Besonders herzlich verlief die Begegnung mit Patientin Susan Haghighi im Brustzentrum der Klinik. Auf den Fotos, die das schwedische Königshaus auf Instagram veröffentlichte, ist zu sehen, wie Victoria die Frau mit einem strahlenden Lächeln begrüßt und ihr die Hand reicht.

Kronprinzessin Victoria setzt ein Zeichen gegen Brustkrebs

Auch mit ihrem Outfit setzte die schwedische Thronfolgerin ein Zeichen: Zu ihrem eleganten, bordeauxroten Ensemble kombinierte sie ein bunt gemustertes Seidentuch und eine kleine rosafarbene Schleife am Revers. Das sogenannte „Pink Ribbon“ ist das internationale Symbol für den Kampf gegen Brustkrebs.

Doch bei dem Termin ging es um weit mehr als einen symbolischen Auftritt. Gemeinsam mit Susan Haghighi sprach Victoria darüber, wie wichtig es ist, Einladungen zur Mammografie wahrzunehmen. Denn durch regelmäßige Untersuchungen kann Brustkrebs häufig frühzeitig erkannt werden.

Zur Sprache kamen auch die großen regionalen Unterschiede in Schweden: Je nach Region nehmen unterschiedlich viele Frauen an den angebotenen Früherkennungsuntersuchungen teil.

Auch Victorias eigene Familie war von Krebs betroffen

Dass Victoria sich für den Kampf gegen Krebs engagiert, hat auch einen persönlichen Hintergrund. Denn die schwedische Königsfamilie musste selbst schon schwere Erfahrungen mit der Krankheit machen.

Ihre Tante, Prinzessin Christina (83), erhielt 2010 die Diagnose Brustkrebs. Im Zuge der Behandlung musste ihr eine Brust entfernt werden. Sechs Jahre später folgte die nächste erschütternde Nachricht: Bei der Schwester von König Carl XVI. Gustaf wurde 2016 Leukämie diagnostiziert. Sie benötigte daraufhin eine Knochenmarktransplantation, bei der ein Familienmitglied als Spender einsprang.

Die Behandlungen zeigten Erfolg. 2019 teilte das schwedische Königshaus mit, dass es Prinzessin Christina wieder gut gehe. Wie sehr die Erkrankungen sie und ihre Angehörigen belastet hatten, machte Christina später in einem Interview deutlich. Ihre Familie bezeichnete sie als ihr „Sicherheitsnetz“ und erklärte, dass sie die schwere Zeit ohne deren Unterstützung nicht überstanden hätte.

Umso verständlicher ist es, dass der Kampf gegen Krebs innerhalb der Königsfamilie einen besonderen Stellenwert hat.

Ermutigende Zahlen im Kampf gegen Brustkrebs

Wie wichtig Aufklärung und Forschung sind, verdeutlichen die Zahlen, die der schwedische Hof zu dem Besuch veröffentlichte. Allein im Jahr 2024 erhielten in Schweden 8.888 Menschen die Diagnose Brustkrebs.

Doch es gibt auch Hoffnung: Dank der Fortschritte in Forschung, Diagnostik und Behandlung überleben heute neun von zehn betroffenen Frauen mindestens zehn Jahre nach ihrer Diagnose.

Mit ihrem Besuch unterstützt Victoria die „Rosa Bandet“-Kampagne der schwedischen Krebsstiftung Cancerfonden. Diese macht jedes Jahr im Oktober auf Brustkrebs aufmerksam und sammelt Spenden für die Forschung.

Für die Kronprinzessin ist der Einsatz gegen die Krankheit damit auch eine Herzensangelegenheit im Rahmen ihres öffentlichen Engagements. Ihr Besuch in Stockholm zeigt: Manchmal sind es gerade die persönlichen Begegnungen, die einer wichtigen Botschaft besondere Aufmerksamkeit verschaffen.